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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 19.03.2012

Hilfe beim Gang in die Freiheit

Häftlinge brauchen Unterstützung - das hilft auch der Gesellschaft

Von Annette Wilmes

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Ein Leben in Handschellen - Häftlinge müssen auf die Zeit in Freiheit vorbereitet werden. (AP)
Ein Leben in Handschellen - Häftlinge müssen auf die Zeit in Freiheit vorbereitet werden. (AP)

Strafgefangene finden oft schlecht zurück ins freie Leben. Viele sind überschuldet, haben keine Arbeit, vielleicht auch keine Familie mehr. Jahrelange Erfahrung zeigt: Wenn man ihnen hilft, sich auf die Entlassung vorzubereiten, ist die Rückfallgefahr deutlich geringer.

90 Prozent beträgt die Rückfallquote bei Häftlingen, die im Gefängnis nicht auf ihre Entlassung vorbereitet wurden. Haben sie Hilfe bekommen, etwa durch freie Strafgefangenenhilfen, dann werden nur noch gut 30 Prozent erneut straffällig.

Ein Grund für die Unterstützung der Täter, sagen Experten. Auch mit dem Gedanken, den Rest der Gesellschaft in Sicherheit leben zu lassen. Für ihre Arbeit ernten die Helfer nur wenig Verständnis, Medien und Bürger wollen Straftäter eingesperrt sehen. Um die Opfer soll sich gekümmert werden, nicht um die Täter.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Weiterführende Informationen:

FREIE HILFE BERLIN e.V. Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe

Justizvollzugsanstalt Tegel

Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

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