Seit 11:45 Uhr Rubrik: Weltmusik

Donnerstag, 13.12.2018
 
Seit 11:45 Uhr Rubrik: Weltmusik

Jazz | Beitrag vom 01.11.2018

HighlightsJazz im November

Von Matthias Wegner

Die Jazz-Sängerin Cécile McLorin Salvant (Mark Fitton/Jazzfest Berlin)
Die Sängerin Cécile McLorin Salvant (Mark Fitton/Jazzfest Berlin)

Der November startet mit dem renommierten Jazzfest Berlin, bei dem in diesem Jahr u.a. die Szene von Chicago im Fokus steht. Live-Konzerte gibt es bei uns aber auch von den Leipziger Jazztagen und aus dem Konzerthaus Wien (mit der Sängerin Cecile McLorin Salvant)

Donnerstag, den 1. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
Nadin Deventer, Leiterin Jazzfest Berlin 2018 im Gespräch 

Porträt Nadin Deventer (Nadin Deventer / Camille Blake)Nadin Deventer ist neue Leiterin des Jazzfestes Berlin (Nadin Deventer / Camille Blake)

Moderation: Matthias Wegner

Donnerstag, den 1. November / Tonart am Nachmittag, 16:05 Uhr
Mary Halvorson: Artist-In-Residence / Jazzfest Berlin 2018

Mary Halvorson  (Jacob Blickenstaff)Mary Halvorson (Jacob Blickenstaff)

Die US-amerikanische Gitarristin Mary Halvorson ist in diesem Jahr Artist-in-Residence beim Jazzfest Berlin und wird in vier verschiedenen Konstellationen zu erleben sein. Die Musikerin ist stilistisch sehr vielseitig und enorm produktiv. Allein in diesem Jahr hat sie bereits fünf Alben veröffentlicht, zwei davon mit ihrem Trio "Thumbscrew".

Moderation: Matthias Wegner

Donnerstag, den 1. November / Konzert, 20:03 – 22:00 Uhr
Live vom Jazzfest Berlin

Mary Halvorson und Thumbscrew  (Peter Gannushkin)Mary Halverson und Thumbscrew (Peter Gannushkin)

Das renommierte Jazzfest Berlin, das 1964 zum ersten Mal stattfand, hat noch immer eine große internationale Strahlkraft. In diesem Jahr wird das Festival erstmals von einer Frau geleitet. Nadin Deventer hat ein enorm umfangreiches Programm zusammengestellt, das sich zahlreichen Paralleluniversen widmet, aber auch den Kollektivgedanken im Jazz deutlich herausarbeitet. Im Fokus steht u.a. die vitale Jazz– und Avantgardeszene der Stadt Chicago.

Frische Stimmen, wie die Trompeterin Jamie Branch und ihre Band oder der energetische Schlagzeuger Makaya McCraven, werden dabei ebenso präsentiert wie die große Konstante der Chicago-Avantgarde, das "Art Ensemble of Chicago", das bereits seit 1969 besteht.

Als Artist-in-Residence wird in diesem Jahr die New Yorker Gitarristin Mary Halvorson in verschiedenen Konstellationen auftreten und ihre vielfältigen und markanten Ausdrucksmöglichkeiten präsentieren. So auch gleich am Eröffnungsabend, an dem Halvorson ihr Trio "Thumbscrew" erstmals in Europa vorstellt.

Auch der europäische Jazz wird in sehr unterschiedlichen Facetten abgebildet. 15 Projekte aus 10 verschiedenen Ländern (darunter Estland, Polen und Griechenland) unterstreichen dabei das hohe Niveau des europäischen Jazz.

Thumbscrew 
Mary Halvorson, Gitarre
Michael Formanek, Bass
Tomas Fujiwara, Schlagzeug

Trio Heinz Herbert
Dominic Landolt, Gitarre und Effekte
Ramon Landolt, Keyboard und Synthesizer
Moritz Baumgärtner, Schlagzeug

Elias Stemeseder, Piano solo
u.a.

Live aus dem Haus der Berliner Festspiele
Moderation: Matthias Wegner

Freitag, den 2. November / Konzert, 20:03 – 22:30 Uhr
Live vom Jazzfest Berlin

Jamie Branch Quartet (Peter Gannushkin)Jamie Branch Quartet (Peter Gannushkin)

Die Jazzszene in Chicago ist gar nicht so groß, aber ungemein vielfältig. Besonders interessant ist es, dass viele Musiker, die ursprünglich aus Chicago stammen, gar nicht mehr in der Stadt wohnen, dennoch mit der dortigen Szene eng verbunden sind. Das gilt ganz aktuell für die Trompeterin Jamie Branch, die unmittelbar vor ihrem internationalen Durchbruch steht und sicher nicht ohne Grund kürzlich nach New York umgezogen ist. Zum ersten Mal in Deutschland wird sie beim Jazzfest Berlin ihre Band "Fly or Die" vorstellen. Veteranen hingegen ist das bereits seit 1967 existierende Art Ensemble of Chicago. "Wir haben immer gesagt, dass es weitergeht, solange einer von uns lebt", sagte kürzlich Roscoe Mitchell im Magazin JAZZTHING. Mitchell ist das letzte überlebende Gründungsmitglied, hat u.a. mit Don Moye und Hugh Ragin aber noch immer gestandene Musiker in seinen Reihen.

Jamie Branch "Fly or Die"
Jaimie Branch, Trompete
Chad Taylor, Schlagzeug
Jason Ajemian, Bass
Lester St.Louis, Schlagzeug

Tania Giannouli Trio 
Tania Giannouli, Piano
Andreas Polyzogopoulos, Trompete
Kyriakos Tapakis, Oud

Art Ensemble of Chicago: Berlin Special Edition
Roscoe Mitchell, Saxofon, Flöte, Perkussion
Famadou Don Moye, Schlagzeug, Perkussion
Hugh Ragin, Trompete, Flügelhorn
Tomeka Reid, Cello
Junius Paul, Bass
Dudu Kouaté, Perkussion
Silvia Bolognesi, Bass
Jean Cook, Geige

Live aus dem Haus der Berliner Festspiele und dem A-Trane
Moderation: Matthias Wegner

Montag, 05. November / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Nachlese Jazzfest Berlin 2018

Maciej Obara Quartet (Urszula Tarasiewicz )Maciej Obara Quartet (Urszula Tarasiewicz )

Autor: Jan Tengeler

Dienstag, 06. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
"Posthume Jazzalben – Schatzkiste oder Resterampe?"

u.a. mit einem "neuen" Album von Charles Mingus.

Moderation: Vincent Neumann

Montag, 12. November / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Jazz-Generation 1918: Die Sängerin Louise Tobin

Sie war Sängerin in der größten Swing-Band Amerikas, obendrein verheiratet mit einem künftigen Superstar des amerikanischen Jazz, und ihren signature song hatte ihr der legendäre Texter von "Moon River", Johnny Mercer, höchstpersönlich auf den Leib geschrieben. Louise Tobin wurde mit Billie Holiday und Ella Fitzgerald verglichen; ihre Karrierekurve zeigte nach ganz, ganz oben, und sie hat auch einen gewissen Frank Sinatra einst entdeckt.

Autor: Sky Nonhoff

Montag, 12. November / In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr 
Die Britin Norma Winstone bei den 42. Leipziger Jazztagen

Norma Winstone, Glauco Venier, Klaus Gesing (Glauco Comoretto / ECM Records)Norma Winstone, Glauco Venier, Klaus Gesing (Glauco Comoretto / ECM Records)

Bei den diesjährigen Jazztagen in Leipzig bekam der vitale britische Jazz einen besonderen Fokus und neben zahlreichen jüngeren Vertretern der aktuellen Szene gastierte auch die "Grande Dame" des europäischen Jazzgesangs in Leipzig.

Winstone verströmt noch immer eine große britische Eleganz, hat auch mit 78 Jahren noch immer eine gute Kontrolle über ihre Stimme und hat zwei wunderbare Musiker an ihre Seite: Den sehr lyrisch spielenden Glauco Venier am Klavier und mit den kongenialen Multi-Instrumentalisten Klaus Gesing. Gemeinsam erzeugen die Drei phantastische Klangfarben. 

Norma Winstone Trio
Norma Winstone, Gesang
Klaus Gesing, Saxofon und Bassklarinette
Glauco Venier, Piano

44. Leipziger Jazztage
Opernhaus, 20.10.2018
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 13. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Confrontations & Explanations : Makaya McCraven

Makaya McCraven  (David Marques)Makaya McCraven (David Marques)

Er nennt sich Drummer, Produzent und "Beat Scientist" - Makaya McCraven, der neue, hell leuchtende Stern des zeitgenössischen Jazz. In der Reihe Confrontations & Explanations wird es um seine ganz eigene Methode gehen, mit der er aus freien Improvisationen kohärente Stücke editiert. McCraven versammelt Musikerinnen und Musiker um sich und über lange Zeit entstehen Stunden von Material, die der Schlagzeuger einer Post-Produktion unterzieht. Die Ergebnisse sind verblüffend organisch.

Moderation: Andreas Müller

Mittwoch, 14. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
Kolumne: Das muss man gehört haben im JAZZ

Autor: Ulrich Habersetzer

Montag, 19. November / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Timo Vollbrecht – ein Wahl-New Yorker auf Deutschlandtour

Timo Vollbrecht  (Desmond White)Timo Vollbrecht (Desmond White)

Der deutsche Saxofonist Timo Vollbrecht behauptet sich seit einigen Jahren in der Jazzhauptstadt New York, was alles andere als selbstverständlich ist. Vollbrecht sagt über den "Big Apple", die Stadt schärfe die musikalischen Antennen und hielten ihn stets auf Trab. Mit seinem Quartett "Fly Magic" kommt er im November auf eine ausgedehnte Deutschland-Tournee.

Moderation: Oliver Schwesig

Dienstag, 20. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Höhepunkte vom INNtöne-Festival 2018

Die Bassistin Hendrika Entzian. (Stefanie Marcus)Die Bassistin Hendrika Entzian. (Stefanie Marcus)

Ein Bauernhof in Diersbach ist im oberösterreichischen Innviertel gelegen. Jedes Jahr am Pfingstwochenende verschmelzen hier musikalische Welten auf dem schon legendären Buchmannhof von Paul Zauner zu einem einzigartigen Festival inmitten ländlicher Idylle. Das INNtöne Festival – Jazz am Bauernhof - ist eine dreitägige Musikveranstaltung in Oberösterreich, die seit 2002 internationale Jazz-Prominenz auf dem Bauernhof versammelt. Der Altsaxofonist Bobby Watson eröffnete in diesem Jahr mit seinem Quartett. Die Bassistin Hendrika Entzian mit ihrem Quartett lenkte den Blick auf die junge deutsche Szene. Der britische Saxofonist Julian Siegel und Alexis Morrast sind weitere Musiker mit interessanter Zukunft, die in Diersbach zu hören waren.

Moderation: Lothar Jänichen

Montag, 26. November / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Allein am Klavier: Clara Haberkamp und "Neon Hill"

Clara Haberkamp (Heide Benser)Clara Haberkamp (Heide Benser)

Die Berliner Pianistin und Sängerin gehört zu den gefragtesten Musikerinnen ihrer Generation. Die 29-Jährige hat am Jazzinstitut Berlin Klavier studiert und  danach in Hamburg Komposition. Nicht von ungefähr wurden ihre Kompositionen auch von der NDR-Bigband zur Aufführung gebracht. Darüber hinaus hat Clara Haberkamp Alben in unterschiedlichen Konstellationen aufgenommen. Das Debüt-Album war ein Solo-Album, danach folgten vor allem Trio-Aufnahmen.  Und nun war wieder das Solo-Format an der Reihe. "Neon Hill" heißt das neue Werk.

Moderation: Carsten Beyer

Montag, 26. November / In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr 
Cécile McLorin Salvant & Aaron Diehl Trio

Die Sängerin Cecile McLorin Salvant (picture-alliance / dpa / Michel Viala)Die Sängerin Cecile McLorin Salvant (picture-alliance / dpa / Michel Viala)

Die US-amerikanische Sängerin Cecile McLorin Salvant verkörpert eine große Intensität und eine umwerfende Schönheit in ihrer Musik. Lange hat man auf so eine Stimme gewartet. Auf eine Sängerin, die mit einer sympathischen Mischung aus Coolness, Eleganz und Melancholie überzeugend an große Ladys des Jazzgesanges wie Billie Holiday oder Sarah Vaughan anknüpft und deren Erbe mit eigenem Charakter weiterführt. Mit Aaron Diehl am Klavier und einer bestens eingespielten Rhythmusgruppe hat McLorin Salvant das ideale Umfeld gefunden.

Cécile McLorin Salvant, Gesang
Aaron Diehl, Piano
Paul Sikivie, Bass
Kyle Poole, Schlagzeug 

Konzerthaus Wien, Aufzeichnung vom 29.10.2017
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 27. November / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Jazztalk mit dem Bassisten Robert Landfermann

Der Bassist Robert Landfermann  (Lutz Voigtländer)Der Bassist Robert Landfermann (Lutz Voigtländer)

Moderation: Manuela Krause

Mittwoch, 28. November / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
Kolumne: Das muss man gehört haben im JAZZ

Autor: Jan Tengeler

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