Highlights

    Jazz im Mai

    Airelle Besson
    Airelle Besson © Sylvain Gripoix
    Von Matthias Wegner · 30.04.2021
    Wir stellen u.a. die neuen Alben der Trompeterin Airelle Besson, des Gitarristen Philipp Schiepeck und des Saxophonisten Shabaka Hutchings vor. Zudem gratulieren wir der Pianistin und Komponistin Carla Bley zum 85. Geburtstag und widmen uns dem "Alpen-Jazz".
    Montag, 03. Mai / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
    Kraftvolle Melancholie: Die französische Trompeterin Airelle Besson und "Try"
    Airelle Besson
    Airelle Besson© Hugues Lawson-Body
    Ob mit der Eindringlichkeit des aktuellen jungen Jazz, mit vornehmer Zurückhaltung oder mit der Eingängigkeit des Pop: Wohin die französische Trompeterin Airelle Besson ihre Musik auch führt, stets verbreitet diese eine kraftvolle Melancholie. Das neue Album ihres Quintetts "Try" ist ein vielschichtiges emotionales Erlebnis.
    Autor: Jonas Dahm
    Montag, 03. Mai / In Concert 20:03 – 21:30 Uhr
    Jazz im Delphi
    Richard Koch
    Richard Koch© Laura Braun
    u.a. mit dem Richard Koch Quartett, dem Duo von Mirna Bogdanovic und Povel Windestrand Duo und Philipp Dornbuschs Projektor
    Theater im Delphi, Berlin
    Aufzeichnungen vom 16.09. und 29.11.2020
    Moderation: Matthias Wegner
    Dienstag, 04. Mai / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
    "Ein Akt der Liebe" – Stefano Di Battistas "Morricone Stories"
    Stefano Di Battista
    Stefano Di Battista © Pascale Cholette
    Im vergangenen Sommer ist Ennio Morricone im Alter von 91 Jahren gestorben. Ein Mann, der im Laufe seiner langen Karriere viele Spuren in der Musikgeschichte hinterlassen hat. Grandiose Soundtracks und unvergleichliche musikalische Ideen. Auch nach seinem Tod hört der gebürtige Römer nicht auf, Fans und Kollegen zu inspirieren – so wie seinen italienischen Landsmann Stefano Di Battista. Unter dem Titel "Morricone Stories" hat der Saxofonist ein Album veröffentlicht, das gleichermaßen Hommage wie auch Weiterdenken von Morricones musikalischen Ideen ist. Oder wie er es nennt: "ein Akt der Liebe". Stefano Di Battista ist zu Gast in der Tonart Jazz – am 3. Mai um 1:05 Uhr.
    Moderation: Vincent Neumann
    Mittwoch, 5. Mai / Tonart 11:05 Uhr und 15:05 Uhr
    Neue Jazz-Alben: Das muss man gehört haben... oder auch nicht
    Autor: Jan Tengeler
    Donnerstag, 6. Mai / Tonart 15:30 Uhr
    Tonart-Home-Session mit dem Gitarristen Philipp Schiepek
    Walter Lang & Philipp Schiepek
    Walter Lang & Philipp Schiepek © Uli Zrenner-Wolkenstein
    Philipp Schiepek ist ein junger Gitarrist, der sich auf dem neuen Album "Cathedral" auf einen intimen Dialog mit dem gestanden Pianisten Walter Lang einlässt. Jeder Ton hat in diesem Zwiegespräch Bedeutung, jedem Ton wird nachgespürt und doch verschmelzen die Klangfarben der beiden Musiker immer wieder sehr schön auf sehr zarte Art und Weise miteinander. Für DLF Kultur wird Philipp Schiepek nach dem Interview auch ein exklusives Solo-Stück einspielen.
    Moderation: Oliver Schwesig
    Montag, 10. Mai / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
    Comeback nach über 20 Jahren Pause: der Saxofonist Johannes Barthelmes
    Der Saxofonist Johannes Barthelmes war in den späten 80er und vor allem in den 90er Jahren ein gefragter Musiker. Er spielte auf bedeutenden Festivals, arbeitete mit internationalen Jazzgrößen und gewann zweimal (1994 und 1998) den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Nach einer ausgedehnten Asien-Tournee nahm er sich eine Auszeit vom Musikgeschäft, die über 20 Jahre andauerte. Zwischendrin fokussierte er sich vor allem auf die Fotografie, doch nun hat er tatsächlich wieder neue Musik aufgenommen. Sein neues Album heißt "pasión o muerte".
    Autor: Matthias Wegner
    Dienstag, 11. Mai / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
    Die fabelhafte Welt des Shabaka Hutchings
    In der Jazz-Szene in England brodelt es seit Jahren. Black History, Kolonialismus, Afrika, die Karibik – in alle möglichen Richtungen strecken junge britische Jazzer gerade ihre Fühler aus. Eine der Galionsfiguren dieser kochenden Szene ist ohne Frage der Saxophonist Shabaka Hutchings. In bisher drei Band-Formationen erforscht er sein eigenes Erbe und befragt die Geschichte seines Heimatlandes. Er bedient sich der Polyrhythmen und der Erzähltradition aus Afrika, er spielt mit fernöstlichen Mythen und Klängen und vertont apokalyptische Szenarien.
    Moderation: Oliver Schwesig
    Dienstag, 11. Mai / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
    "Life goes on" - zum 85. Geburtstag der Komponistin und Pianistin Carla Bley
    Eine ältere Frau, scharz gekleidet, sitzt lachend am Klavier. Sie ist halb seitlich zu sehen, im Hintergrund schimmert ein Bühnenaufbau.
    Carla Bley © imago stock&people / Ivan Prokop
    Autor: Ulrich Habersetzer
    Montag, 17. Mai / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
    Sons Of Kemet und "Black to the future"
    Auf dem neuen Album seiner Band Sons Of Kemet beschwört Hutchings die Kraft und Weisheit seiner Ahnen und ruft zu Hoffnung und Heilung alter Wunden auf, die Kolonialismus und Rassismus hinterlassen haben. Vor der Heilung kommt die (akustische) Selbstreinigung: Eine nervöse Musik aus bretternden Monologen aus der Vergangenheit, engmaschigen Rhythmen und Saxophon-Stakkatos, die auch Momente großer Zärtlichkeit ausstrahlt.
    Autor: Oliver Schweig
    Montag, 17. Mai / In Concert 20:03 – 21:30 Uhr
    Jazzfest Berlin 2020: Joel Ross & Good Vibes
    Ein gelungener Jazz-Brückenschlag nach New York, der Pandemie zum Trotz.
    Joel Ross & Good Vibes:
    Joel Ross, Vibrafon
    Immanuel Wilkins, Altsaxofon
    Brandee Younger, Harfe
    Jeremy Corren, Piano
    Or Bareket, Bass
    Jeremy Dutton, Schlagzeug
    Roulette in New York City
    Aufzeichnung vom 07.11.2020
    Moderation: Matthias Wegner
    Dienstag, 18. Mai / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
    Bob Dylan und der Jazz
    Bob Dylan hat auch im Jazz viele Musikerinnen und Musiker inspiriert, Songs von ihm zu spielen und sich seinem Werk zu widmen. Neben "Instanzen" wie Abbey Lincoln oder Nina Simone und vielen anderen z.B. auch das Berliner Quartett Deep Schrott oder den Gitarristen Andreas Hourdakis. Und interessanterweise hat sich auch Dylan selbst in seinem Spätwerk stärker dem Jazz zugewandt.
    Moderation: Sophia Fischer
    Dienstag, 25. Mai / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
    Alpen Jazz - aktuelle Strömungen und Trends
    Erika Stucky
    Erika Stucky© Mirco Taliercio
    Die Akkordeonistin Erika Stucky, der Trompeter Matthias Schriefl, der Vokalakrobat Andreas Schaerer oder der Drehleier Spieler Matthias Loibner sind nur einige der Künstler aus dem Alpenraum, die in ihrem Spiel eine Sprache entwickelt haben, in der sich die Freiheit des Jazz mit den Klangfarben der alpenländischen Volksmusik ihrer Heimat und zeitgenössischen Grooves vereinen. Manuela Krause präsentiert aktuelle Strömungen im "Alpen Jazz" mit Musik u.a. von Shreefpunk, Brot & Sterne, Christoph Pepe Auer, Manu Delago, Erika Stucky.
    Moderation: Manuela Krause
    Mittwoch, 26. Mai / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
    Kompromissloses Debüt: Das Fabia Mantwill Orchestra - EM.PERIENCE
    Fabia Mantwill Orchestra - EM.PERIENCE
    Fabia Mantwill Orchestra - EM.PERIENCE© Dovile Sermokas
    Die Berliner Saxofonistin, Sängerin, Komponistin und Arrangeurin Fabia Mantwill legt mit "EM.PERIENCE" ein außergewöhnliches Debüt-Album vor. Zur Seite stehen ihr ein großes Orchester mit Streichern und Harfe und namhafte Gastsolisten, darunter der Posaunist Nils Landgren und der Gitarrist Kurt Rosenwinkel.
    Moderation: Mascha Drost
    Montag, 31. Mai / Tonart am Vormittag, 11:05 Uhr
    Der Berliner Schlagzeuger Lukas Akintaya und "Hues"
    Lukas Akintaya
    Lukas Akintaya© Oldelia Toder
    Lukas Akintaya wurde 1991 in Lüneburg geboren und war schon als Kind vom Schlagzeugspielen fasziniert. Er studierte später in Berlin, Paris und in New York. Seitdem ist Akintaya wichtiger Bestandteil der Berliner Jazzszene und weit darüber hinaus. Auf seinem Debüt-Album als Bandleader präsentiert er energetisch-frische Sounds und vielgestaltige Kompositionen.
    Moderation: Mathias Mauersberger
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