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Jazz / Archiv | Beitrag vom 29.05.2015

HighlightsJazz im Juni

Ein Saxophonspieler (imago / Tillmann )
Wir holen die Klänge der Jazzfestivals für Sie ins Radio. (imago / Tillmann )

Live-Aufnahmen vom "Jazzdor" Festival in Berlin und vom 30.INNtöne Festival im österreichischen Diersbach gehören im Juni zu unseren Highlights. Außerdem widmen wir uns dem Frühwerk des Pianisten und Keyboarders George Duke, das in einer Vinyl-Box wiederveröffentlicht wurde.

Montag, den 1. Juni, Tonart Jazz, 11:35  Uhr
Vor dem Festival ist nach dem Festival: von "Elbjazz" zu "Jazzdor"

Jazzfestivals reihen sich im Mai und im Juni fast nahtlos aneinander. Auf das Festival in Moers, das traditionell immer zu Pfingsten stattfindet, folgen das Hamburger "Elbjazz"-Festival und das Berliner „Jazzdor"-Festival. Das Schöne: jedes dieser Festivals hat eine eigene Ästhetik und verfügt über eine eigene Handschrift. Während bei "Elbjazz" viele große Namen des aktuellen Jazz präsentiert werden wie Dee Dee Bridgewater, Monty Alexander und Enrico Rava, setzt "Jazzdor" im Rahmen von Uraufführungen auf ausgewählte deutsch-französische Projekte.
Autor: Matthias Wegner

Montag, den 1. Juni , In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr
Umwerfende Spielfreude und starke Sounds: das Gerald Clayton Trio

Gerald Clayton (Emra Islek)Gerald Clayton (Emra Islek)

Dass Gerald Clayton – Jahrgang 1984 - Jazzmusiker geworden ist, ist alles andere als Zufall. Sein Vater ist der gefragte Bassist John Clayton und auch sein Onkel ist kein Unbekannter im Jazz – es ist der Saxofonist Jeff Clayton. Das Schöne war,  dass ich schon als Kind einen guten Einblick in das Leben von Jazzmusikern bekommen habe", sagt Gerald Clayton rückblickend. „ Vor allem habe ich immer wieder die Warmherzigkeit in der Jazzcommunity zu spüren bekommen". Der Pianist wurde in Holland geboren, wuchs aber in Los Angeles auf und wohnt heute in New York. Mit dem bisherigen Verlauf seiner Karriere kann Clayton sehr zufrieden sein: Er tourte drei Jahre lang mit dem Trompeter Roy Hargrove durch die Welt und wurde schon bald von weiteren Jazzgrößen engagiert z.B. von Clark Terry, Charles Lloyd und Ambrose Akinmusire.  Neben den Jobs als Sideman ist Gerald Clayton auch selbst ein sehr aktiver Bandleader. Dabei kehrt er immer wieder gerne zum Piano-Trio zurück und entwickelt in diesem Kontext eine umwerfende Spielfreude und starke Sounds.

Gerald Clayton Trio:
Gerald Clayton, Piano
Joe Sanders, Bass
Obed Calvaire, Schlagzeug
Rolf-Liebermann-Studio, Hamburg
Aufzeichnungen vom 19./20.03.2015

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, den 2. Juni, Tonart, 16:00 Uhr
Die Saxofonistin Charlotte Greve im Gespräch

Lisbeth Quartet (JQuast)Lisbeth Quartet (JQuast)

Das Berliner Festival "Jazzdor" geht in diesem Jahr in seine neunte Runde und konzentriert sich wieder verstärkt auf seine Kernkompetenz: auf deutsch-französische Koproduktionen.  Dabei wird die Saxofonistin Charlotte Greve mit ihrem „Lisbeth Quartett" erstmals auf den französischen Saxofonisten und Klarinettistin Antonin-Tri Hoang treffen. Eine vielversprechende Begegnung auf Augenhöhe.
Moderation: Vivian Perkovic

Dienstag 2. Juni, Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
"Kleines Land – starke Sounds"  - Jazz aus Luxemburg
Mit Musik u.a. von Pascal Schumacher, Jef Neve u. Michel Reis

Pascal Schumacher (Ilan Weiss)Pascal Schumacher (Ilan Weiss)

Wenn man bedenkt, dass Luxemburg gerade mal 560.000 Einwohner hat, ist es beeindruckend, wie viele bemerkenswerte Jazzmusiker es in dem kleinen Land gibt und wie viele unterschiedliche Herangehensweisen an den Jazz dort existieren. Am bekanntesten und international besonders erfolgreich ist der Vibraphonist Pascal Schumacher, aber auch die beiden Pianisten Jef Neve und Michel Reis haben in den letzten Jahren ordentlich aufgeholt. .

Moderation: Lothar Jänichen

Montag, den 8. Juni 11:35  Uhr / Tonart Jazz
Gipfeltreffen im Jazz: The Bad Plus meets Joshua Redman

Das amerikanische Piano-Trio "The Bad Plus" hat in den letzten 10-15 Jahren ordentlich abgeräumt. Die drei beteiligten Musiker (Ethan Iverson, Reid Anderson und Dave King) haben entscheidend zur Neuerfindung des Trio-Formates beigetragen.

Das Trio wird es weiterhin geben, aber "The Bad Plus" haben sich in letzter Zeit immer häufiger neuen musikalischen Begegnungen geöffnet. Vor vier Jahren kam es zu den ersten gemeinsamen Konzerten mit dem amerikanischen Ausnahme-Saxofonisten Joshua Redman. Es war sofort klar: hier passt vieles zusammen. Hier spielt nicht ein Trio plus Stargast. Hier wächst eine neue Band zusammen. Nach etlichen Konzerten in der ganzen Welt liegt nun das erste gemeinsame Album vor.
Autor: Johannes Kaiser

Dienstag 9. Juni, 1:05 – 5:00  / Tonart Jazz
"Traumwelten" - der musikalische Kosmos des Schlagzeugers Dejan Terzic

Dejan Terzic ist einer der gefragtesten Schlagzeuger des deutschen Jazz. Geboren wurde er 1970 in Bosnien-Herzegowina und kam mit seiner Familie nach Deutschland als er drei Jahre alt war – also Anfang der 70er Jahre. Studiert hat Dejan Terzic zunächst in Nürnberg und später dann auch u.a. in New York. Die Liste seiner Projekte und Bands, in denen er seitdem  gespielt hat, ist riesig. Soeben hat Terzic mit dem „Nostalgia Trio" von Nils Wogram und mit seiner eigenen Band "Melanoia" bemerkenswerte neue Alben vorgelegt.
Moderation: Matthias Wegner

Montag, den 15. Juni 20:03 – 21:30 / In Concert
Jazzdor Berlin 2015: Julia Hülsmann Trio invite Alexandra Grimal

Das Berliner Festival „Jazzdor" findet  in diesem Jahr zum 9.Mal statt und konzentriert sich wieder verstärkt auf seine Kernkompetenz: auf deutsch-französische Koproduktionen  Dabei wird die Pianistin Julia Hülsmann mit ihrem Trio im Rahmen einer Weltpremiere auf die junge französische Saxofonistin Alexandra Grimal treffen. Julia Hülsmann und Alexandra Grimal haben einige Gemeinsamkeiten: beide vereint ihre Liebe zum Wesentlichen und der Mut zur Reduktion. Hier treffen sich zwei starke Persönlichkeiten zum Dialog und sorgen mit Sicherheit für einen der Höhepunkte von Jazzdor 2015 in Berlin.

Julia Hülsmann Trio invite Alexandra Grimal
Julia Hülsmann, Klavier
Marc Muellbauer, Bass
Heinrich Köbberling, Schlagzeug
Alexandra Grimal, Saxofon

9. Jazzdor Strasbourg-Berlin
Kesselhaus, Berlin, Aufzeichnung vom 03.06.2015

Moderation: Matthias Wegner

Montag, den 15. Juni 11:35  Uhr / Tonart Jazz
George Duke und die Wiederentdeckung der 70er Jahre

George Duke - hier beim Schweizer Motreux Jazz Festival 2009 (picture alliance / dpa / Jean-Christophe Bott)George Duke - hier beim Schweizer Motreux Jazz Festival 2009 (picture alliance / dpa / Jean-Christophe Bott)

Der amerikanische Pianist und Keyboarder George Duke (1946 - 2013) hat als junger Mann - in seinen Zwanzigern – insgesamt sieben Alben für das deutsche Label „MPS" aufgenommen. Sieben Alben, die Dukes große Liebe zur Fusion-Musik verdeutlichen, die aber weit darüber hinaus gingen und auch Dukes großes kompositorisches Talent eindrucksvoll abbilden. Nun wurden die alten Aufnahmen – mittlerweile 40-45 Jahre alt – neu auf Vinyl gepresst und in der opulenten Box "The Era  Will Prevail" wieder veröffentlicht.
Autor: Andreas Müller

Dienstag 16. Juni, 1:05 – 5:00  / Tonart Jazz
Der Sound der Persönlichkeit: Höhepunkte vom 30. INNtöne-Festival (A)

Bobby Watson (INNtöne)Bobby Watson (INNtöne)

Aufzeichnungen vom 22.-24. Mai 2015  u.a. mit den Saxofonisten Steve Grossman und David Murray

Das INNtöne-Festival in dem 1600 Einwohner Städtchen im österreichischen Diersbach feiert seinen runden Geburtstag mit einem gewohnt spannenden Programm. Was vor 30 Jahren eher durch einen Zufall entstand, hat sich zu einem angesagtesten Jazz-Festivals in Europa entwickelt. Im Zentrum des Jubiläumsjahrganges steht das Saxofon und der persönliche Sound, den Musiker wie Steve Grossman und  David Murray darauf entfachen.
Moderation: Lothar Jänichen

Montag, den 22. Juni, Tonart Jazz, 11:35  Uhr
Das Ominversal Erakestra – eine unangepasste Big Band als Kaderschmiede

Ins Leben gerufen von Ingo Vaupel, einem Berliner Jazzplattenladenbesitzer, spielt das Projekt seit vier Jahren jeden Montag in wechselnden Besetzungen in verschiedenen Berliner Räumen. Nachdem man zunächst Stücke von Sun Ra, Ellington und Mingus spielte, werden in letzter Zeit verstärkt Eigenkompositionen gespielt, u.a von den Mitgliedern Fabiana Striffler und Johannes Schleiermacher. Die Band zieht stetig mehr Publikum an. Vor allem im Ausland sind sie mittlerweile als Geheimtipp der Berliner Jazzszene bekannt; Zuschauer aus Japan, Israel und den USA zeigen großes Interesse an dieser ungewöhnlichen Bigband.
Autor: Ralf bei der Kellen

Dienstag 23. Juni, Tonart Jazz, 1:05 – 5:00  Uhr
Latin Jazz - Strömungen, Trends und Tendenzen der Gegenwart

Angela Frontera (Privat)Angela Frontera (Privat)
In den 1940er Jahren begannen Musiker damit, afro kubanische Musik zu "verjazzen". Dabei wurde der melodische Teil eher im Standard, der rhythmische aber im kubanischen Sound gespielt.  „Peanut Vendor", produziert von Stan Kenton, war das erste Latin Jazz-Stück, das auf dem US-amerikanischen Markt herauskam. Sieben Jahre später spielte Dizzy Gillespie mit Machito und Chano Pozo in der Carnegie Hall und brachte somit eine ganz neue Musikrichtung an das Publikum. Bis heute erfreut sich der Latin-Jazz großer Beliebtheit und bringt immer wieder neue Musikerinnen und Musiker hervor.  Manuela Krause stellt aktuelle Latin Jazz Veröffentlichungen  mit Musik u.a. von Marta Gomez, Marialy Pacheco,  Pedro Giraudo Big Band,  Sofia Rei, Dayme Arocena, Toco, Nina Miranda, Angela Frontera,  Fabiano do Nascimento, Band of Inner Urge, Pedrapreta
Moderation: Manuela Krause

Montag, den 29. Juni, In Concert,  20:03 – 21:30 Uhr
Jazzdor Berlin 2015: Roberto Negro "Loving Suite pour Birdy so"

Der Pianist Roberto Negro präsentiert erstmals in Deutschland seine Hommage an die Liebe  "Loving Suite pour Birdy so". Improvisiertes und Niedergeschriebenes fügt Roberto Negro zu seinem neuen Werk zusammen, in dessen Mittelpunkt die Sängerin Elise Caron und die Brüder Theo und Valentin Ceccaldi stehen.

Roberto Negro "Loving Suite pour Birdy so"
Roberto Negro, Klavier
Elise Caron, Gesang
Federico Casagrande, Gitarre
Theo Ceccaldi, Geige
Valentin Ceccaldi, Cello
Nicolas Bianco, Bass
Xavier Machault, Schlagzeug

9. Jazzdor Strasbourg-Berlin
Kesselhaus, Berlin, Aufzeichnung vom 03.06.2015

Moderation: Matthias Wegner

Dienstag 30.Juni, 1:05 – 5:00  / Tonart Jazz
Too darn hot – Swing-Songs über tropische Hitze, Sommernächte und Swing Fieber
Moderation: DJ Swingin' Swanee

 

Konzert

Beethoven und PsathasVom Rhythmus getrieben
Gerassimez Alexej steht zur Kamera seitlich und hält vier Schlegel in der Hand, die sich wie ein Fächer im Gegenlicht ausmachen. (RSB / wildundleise)

Beethovens Coriolan-Ouvertüre und seine siebte Sinfonie sind wie eine sichere Umarmung für die Uraufführung des Konzertes für Schlagwerk und Orchester von John Psathas. Alexej Gerassimez ist Solist. Was verbindet diese weit entfernten Werke?Mehr

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