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Jazz | Beitrag vom 30.01.2020

HighlightsJazz im Februar

Von Matthias Wegner

Der Weise Panda (Torsten Lohmann)
Der Weise Panda (Torsten Lohmann)

Zahlreiche Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker kommen auch im Februar wieder bei uns zu Wort. Darunter die Gitarristen Pat Metheny und Dominic Miller sowie Maika Küster oder Erik Leuthäuser. Außerdem: Live-Mitschnitte von den Festivals in Frankfurt und Berlin.

Montag, 03. Februar / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Im Gespräch: Maika Küster und der "Der Weise Panda"

Der Weise Panda (Marcus Engler)Der Weise Panda (Marcus Engler)

"Der Weise Panda" ist eine junge Band aus Köln, die sich schon jetzt einen markanten Sound erarbeitet und nun ihr zweites Album vorgelegt hat. Im Mittelpunkt des Quintetts steht die Sängerin Maika Küster, die aber stets betont, wie wichtig ihr der Bandkontext und der gemeinsame Klangkosmos seien. Das einstige Quartett wurde diesmal durch die Cellistin Talia Erdal ergänzt, was den Sound noch kammermusikalischer und weicher macht.   

Moderation: Mathias Mauersberger

Montag, 3. Februar/ In Concert  20:03 – 21:30 Uhr
Jazzfestival Frankfurt 2019: Charles Lloyd Quintet

Charles Lloyd  (imago/Leemage)Charles Lloyd (imago/Leemage)

Der US-amerikanische Saxofonist und Flötist Charles Lloyd kann auf eine aufregende Karriere und auf eine riesige Diskographie blicken. Schon in den 1960er Jahren erreichte Lloyd mit seiner Musik ein Millionenpublikum. Er war neben dem Trompeter Miles Davis einer der wichtigsten Grenzgänger im Jazz und gastierte mit seinem Quartett auf den großen weltweiten Festivals. Bis heute besitzt Lloyds Musik eine große Kraft und einen großen Zauber. Sein Auftritt gehörte zu den Höhepunkten beim Jazzfestival in Frankfurt.

Charles Lloyd, Tenorsaxofon, Flöte
Marvin Sewell, Gitarre
Gerald Clayton, Klavier
Harish Raghavan, Bass
Eric Harland, Schlagzeug

Deutsches Jazzfestival Frankfurt am Main, 25.10.2019
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 04. Februar / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Mehr als Sideman von Sting: der Gitarrist Dominic Miller

Dominic Miller (Marcel Hartmann)Dominic Miller (Marcel Hartmann)

Gehört hat ihn vermutlich schon jeder: ob bei Phil Collins, Sheryl Crow, Tina Turner, den "Backstreet Boys" oder auf vielen Alben von Sting seit Anfang der 90er Jahre – die Liste der Kooperationen mit anderen Musikern ist schier endlos bei Dominic Miller. Doch auch solo hat der in Buenos Aires geborene Gitarrist schon etliche Spuren hinterlassen, zuletzt mit seinem Jazz-Album "Absinthe", mit dem er im Februar auf großer Deutschland-Tour ist.

Moderation: Vincent Neumann

Montag, 10. Februar / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
Studiogast:  Der Sänger Erik Leuthäuser    

Erik Leuthäuser (Dovile Sermokas)Erik Leuthäuser (Dovile Sermokas)

In den 1970er Jahren haben der Pianist Alan Broadbent und die Sängerin Irene Kral zwei hinreißende Duo-Alben aufgenommen, die heute leider nur noch wenigen Kennern bekannt sein dürften. Dem Berliner Sänger Erik Leuthäuser sind diese Aufnahmen eine echte Herzensangelegenheit. Gemeinsam mit dem Pianisten Wolfgang Köhler holt er das damalige Repertoire aus dem Schatten hervor und interpretiert es mit großer Intensität. 

Moderation: Carsten Beyer

Dienstag, 11. Februar / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Unter dem Radar: Ronald Sneijder, Ronald Langestraat und Greg Foat

Es ist immer eine gute Geschichte, wenn verschollene Musikerinnen und Musiker bzw. deren mitunter legendäre Tonträger wieder auftauchen. Da schwingt ja auch immer ein wenig tragische Romantik mit. Aber nicht jeder, der lange unter dem Radar flog, ist eine tragische Figur. Der Niederländer Ronald Sneijder etwa hat sich seine Unabhängigkeit über Jahrzehnte bewahrt, weil er einen guten Job im akademischen Bereich hatte. Ronald Langestraat, ebenfalls Niederländer, spielte viele Jahre in einem Hotel in Amsterdam und bastelte aus Live-Mitschnitten skurrile Klänge, die mitunter an Sun Ra erinnern. Heute, als älterer Herr, tritt er wieder auf und wird von einem jungen begeisterten Publikum gefeiert. Und dann ist da auch Greg Foat, der Pianist von der Isle Of Wight, der immer ganz überrascht ist, wenn Journalisten sich für ihn interessieren. Dabei hat er gerade erst wieder ein fabelhaftes Album veröffentlicht.

Moderation: Andreas Müller

Mittwoch, 12. Februar / Tonart  11:05 Uhr und 15:05 Uhr
Jazzkolumne: Das muss man gehört haben im Jazz

Autor: Jan Tengeler

Montag, 17. Februar / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
"Dark Matter" - das britische Kraftpaket Moses Boyd   

Moses Boyd (Liz Johnson Artur)Moses Boyd (Liz Johnson Artur)

Die junge Londoner Jazzszene ist in aller Munde. Das furiose Saxofon-Schlagzeug-Duo Binker and Moses bekam schon vor einigen Jahren europaweite Aufmerksamkeit für ihren rauen, Free-Jazz-inspirierten Sound. Nun hat die perkussive Hälfte der Band, Moses Boyd, sein zweites Album aufgenommen. Der 1991 in London geborene Drummer legt mit "Dark Mattter" ein nervöses, elektronisch geprägtes Werk vor, das das ganze Spektrum seiner Einflüsse aufzeigt. Boyd wurde von Grime-Pionieren wie Dizzee Rascal genauso geprägt wie von Schlagzeug-Großmeister Tony Allen. Der Album-Titel "Dark Matter" lässt sich als kosmologischer Begriff, aber auch als Anspielung auf hoffnungslose, politisch verfahrene Zeiten verstehen.

Autor: Jan Paersch

Montag, 17. Februar/ In Concert  20:03 – 21:30 Uhr
Jazzfest Berlin 2019: Der Pianist Elliot Galvin

Elliot Galvin  (Dave Stapleton)Elliot Galvin (Dave Stapleton)

Ein zentraler Musiker der pulsierenden Jazzszene Londons ist der Pianist Elliot Galvin. Neben gemeinsamen Projekten mit Trompeterin Laura Jurd oder Saxofonist Binker Golding hat Galvin in jüngerer Zeit auch das Solo-Spielen auf seinem Instrument wiederentdeckt. Der 29-Jährige hat die komplette Jazztradition verinnerlicht, diese dient ihm jedoch nur als Ausgangspunkt seiner aufregenden musikalischen Abenteuer. Seine Solo-Konzerte sind weitgehend improvisiert und unglaublich fesselnd.   

Jazzfest Berlin, A-Trane, 01.11.2019
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 18. Februar / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Skandinavische Talente bei den Festivals Stockholm und Pori

Aufnahmen vom Stockholm Jazz Festival 2019 und von Pori Jazz 2019 mit der Gitarristin Susanna Risberg, der Pianistin Lisa Ullén, dem Vibraphonisten Panu Savolainen und dem Schlagzeuger Olavi Louhivuori. Dass es in Skandinavien nicht nur die berühmten nordischen Sirenen gibt, die in den letzten Jahrzehnten so zahlreich erschienenen Jazz-Vokalistinnen, sondern auch interessante neue Instrumentalstimmen, das war beim Stockholm Jazz Festival 2019 zu erleben. Und auch beim letzten Pori-Jazzfestival in Finnland. Ein Blick auf die finnische Szene lohnt dort immer, wie der Vibraphonist Panu Savolainen und der Schlagzeuger Olavi Louhivuori unter Beweis stellen konnten.  

Moderation: Lothar Jänichen

Montag, 24. Februar / Tonart am Vormittag, 11:45 Uhr
"From this place" - der Gitarrist Pat Metheny veröffentlicht sein 30. Album    

Pat Metheny (Jimmy Katz)Pat Metheny (Jimmy Katz)Pat Metheny ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Jazzmusiker. Er füllt große Konzerthallen und hat eine riesige Fangemeinde. Doch er hat sich nie auf dem Erreichten ausgeruht, sondern hat weiter ständig nach neuen Klängen gesucht und viel experimentiert. Dennoch bleibt sein Gitarrenklang stets wiedererkennbar. So ist es auch diesmal auf seinem mittlerweile 30. Album.

Autor: Johannes Kaiser

Dienstag, 25. Februar / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Jazztalk mit der Schweizer Harfenistin Julie Campiche

Julie Campiche (Dominique Schreckling)Julie Campiche (Dominique Schreckling)

Die Schweizer Harfenistin Julie Campiche liebt es, Geschichten zu erzählen, die die Partituren mit Sinn erfüllen. Von ihrem kosmischen Wiegenlied "Cradle Songs" bis zu "Flash Info" mit seinem Zapping-Effekt ähnlich wie bei Fernsehnachrichten, und dem Titel "Onkalo" ("Höhle" auf Finnisch), der von einem unterirdischem Lager für radioaktive Abfälle inspiriert wurde. Es ist das weltweit erste dauerhafte Endlager für hochaktive Abfälle. Doch Julie betrachtet das erste Album ihres Quartetts nicht als politisches Statement. Manuela Krause hat sich mit Julie Campiche über dieses Album, ihre persönliche Motivation, Inspirationen und das Zusammenspiel mit ihrem Quartett unterhalten.

Moderation: Manuela Krause 

Mittwoch, 26. Februar/ Tonart  11:05 Uhr und 15:05 Uhr
Jazzkolumne: Das muss man gehört haben im Jazz

Autor: Ulrich Habersetzer

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