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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 22.03.2019

Herausforderung von rechts außenWas macht den Populismus attraktiv?

Moderation: Monika van Bebber

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Fünf Münder reden auf eine Person ein. (Illustration) (imago/Ikon Images)
Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel: Die verunsicherte Wählerschaft ist empfänglich für einfache Antworten. (imago/Ikon Images)

Zwei Monate vor der Europawahl sind die Rechtspopulisten Umfragen zufolge im Aufwind. Und das vor allem auf Kosten der Parteien der Mitte. Sehen gemäßigte Politikangebote gegenüber den radikalen Herausforderern von ganz rechts alt aus?

Die deutsche AfD, die italienische Lega oder Marine Le Pens Rassemblement National in Frankreich können bei der anstehenden Europawahl mit Stimmengewinnen rechnen. Und die dürften zu Lasten von Sozialdemokraten und Konservativen gehen. Offenbar haben die Volksparteien immer noch kein probates Mittel gegen den Aderlass nach rechts außen gefunden.

Radikale Antworten für verunsicherte Wähler

Ist die Sozialdemokratie ein Auslaufmodell in Zeiten eines wachsenden Nationalismus?

Ist das konservative Sowohl-als-auch von Bewahren und behutsamem Fortentwickeln out - angesichts der Umbrüche, die Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel bedeuten?

Sind die einfachen, radikalen, emotionalen Antworten der Rechtspopulisten schlichtweg attraktiver für eine verunsicherte Wählerschaft?

Oder ist die Herausforderung von ganz rechts eine Chance für die Volksparteien, sich zu erneuern? Etwa, indem sie dem mit Ressentiments aufgeladenen Nationalismus der Populisten einen aufgeklärten Patriotismus entgegensetzen? Und was lehrt die Praxis in Österreich, wo Konservative und Populisten gemeinsam regieren?

Moderatorin Monika van Bebber (v.l.n.r.) im Gespräch mit den Historikern Andreas Rödder und Christina Morina sowie Publizist Robert Misik auf der Leipziger Buchmesse 2019. (Deutschlandradio / Andreas Wünschirs)Moderatorin Monika van Bebber (v.l.n.r.) im Gespräch mit den Historikern Andreas Rödder und Christina Morina sowie Publizist Robert Misik auf der Leipziger Buchmesse 2019. (Deutschlandradio / Andreas Wünschirs)

Darüber diskutierten auf der Leipziger Buchmesse:

Christina Morina, Historikerin, Co-Autorin des Buchs: "Zur rechten Zeit – Wider die Rückkehr des Nationalismus". Ullstein-Verlag

Andreas Rödder, Historiker, Autor des Buchs: "Konservativ 21.0 – Eine Agenda für Deutschland". Verlag C. H. Beck

Robert Misik, Publizist, Autor des Buchs: "Herrschaft der Niedertracht – Warum wir so nicht regiert werden wollen!" Picus-Verlag

Illustration des Messegeländes in Leipzig mit fliegenden Büchern, die auf das Messegebäude zufliegen. Darauf steht der Text: Leipziger Buchmesse. Die besten Bücher des Frühlings. © Foto: Bianca Schaalburg

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