"Haus Habermas" ist jetzt ein Baudenkmal

    Jürgen Habermas gestikuliert vor einer Bücherwand
    Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas (1929-2026) © picture alliance / dpa / Martin Gerten
    Das Haus des verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas in Starnberg in Bayern ist zum Baudenkmal gekürt worden. Nach eigenen Angaben hat das Landesamt für Denkmalpflege das Gebäude aus den 1970er Jahren nach einer Prüfung in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen. Es gilt als bedeutendes Zeugnis des Übergangs vom Neofunktionalismus der Nachkriegsmoderne zur Postmoderne. Das Haus ist ein langgestreckter weißer Kubus an einem Hang am Starnberger See. Innen bildet eine Bücherwand die zentrale Achse. Es ist das Erstlingswerk der Münchner Architekten Heinz Hilmer und Christoph Sattler. Sie hatten die Planung im Austausch mit Habermas und seiner Frau Ute entwickelt. Seit dem Bau ist es laut Landesamt fast unverändert erhalten und dokumentiert "das Bauen und Wohnen des gehobenen Bürgertums" der 1970er Jahre. Dem Gebäude kommt demnach eine besondere geschichtliche, künstlerische und wissenschaftliche Bedeutung zu, sein Erhalt liegt im Interesse der Allgemeinheit.