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Tonart | Beitrag vom 08.02.2016

Hatsune Miku auf der Transmediale Virtueller Superstar mit Millionen Fans

Oliver Schwesig im Gespräch mit Mathias Mauersberger

Die virtuelle Sängerin Hatsune Miku bei den MTV Music Awards in ihrem Heimatland Japan. (dpa/ picture-alliance/ Kiyoshi Ota)
Die virtuelle Sängerin Hatsune Miku begeistert Millionen Fans. In Deutschland ist sie unter anderem während der Transmediale in Berlin aufgetreten. (dpa/ picture-alliance/ Kiyoshi Ota)

Der japanische Superstar Hatsune Miku begeistert jetzt auch deutsche Fans mit Live-Konzerten. Das Besondere: Die Sängerin ist eine reine Computeranimation. Konzertkritiker Oliver Schwesig erklärt die Popularität der künstlichen Musikerin.

In Japan ist Hatsune Miku ein Superstar: mit zweieinhalb Millionen Fans auf Facebook, unzähligen YouTube-Klicks und ausverkauften Konzerten. Hatsune Miku ist 16 Jahre alt und hat schon mehr als 100.000 Songs gesungen. Denn Hatsune Miku ist eine virtuelle Popsängerin, deren Lieder von den Fans mitgestaltet werden. Als Hologramm hat der singende Avatar jetzt zwei Konzerte in Berlin gegeben.

Vor allem das Spiel mit Identitäten fasziniere an Hatsune Miku, erklärte Konzertkritiker Oliver Schwesig im Deutschlandradio Kultur. Ein virtueller Popstar eigne sich noch mehr als ein echter als Projektionsfläche von Sehnsüchten und Fantasien. Anders als ein Popstar aus Fleisch und Blut ist ein virtueller Popstar nie dickköpfig. Das gefalle auch der Musikindustrie hinter Hatsune Miku.

Bei ihren Auftritten im Rahmen der Berliner Transmediale performte Hatsune Miku Musik, die eigens zu diesem Anlass von der amerikanischen Elektro-Künstlerin Laurel Halo geschrieben wurde.

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