Gründer der Slow Food-Bewegung Carlo Petrini ist tot

Er wollte Genuss für alle, Essen und Kochkunst waren für ihn rebellischer Akt: Der Gründer der Slow Food-Bewegung, Carlo Petrini, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Bekannt wurde er, als er mit Freunden und Barolo-Liebhabern ein Essen auf der Spanischen Treppe in Rom organisierte und zelebrierte, aus Protest, als dort eine McDonalds Filiale eröffnen sollte. Es war der Beginn von Slowfood. Daraus wurde ein weltweites Netzwerk für gute Ernährung. Der oft als "Genuss-Rebell" bezeichnete Petrini, der auch Schriftsteller war, wollte gutes, sauberes, regionales und faires Essen für alle, als Gegenmodell zu Fast Food. Das Time Magazine ernannte ihn zu einem der Helden Europas. Der Guardian nahm ihn als einzigen Italiener in eine Liste von Menschen auf, die die Welt retten könnten - mit Essen wohlgemerkt. Das passende Logo von Slow Food: eine Weinbergschnecke als Symbol der Langsamkeit.