"Grüffelo"-Illustrator Scheffler erwägt rechtliche Schritte gegen KI-Konzerne

Axel Scheffler, Zeichner der Kinderbuchfigur „Grüffelo“, erwägt rechtliche Schritte gegen Konzerne hinter künstlicher Intelligenz. Er überlege, gemeinsam mit anderen Kunstschaffenden vor Gericht zu ziehen, sagte der Illustrator der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er brauche jetzt rechtliche Beratung und spreche bereits mit seinen Verlagen über eine mögliche Unterstützung. Auslöser sind Bildgeneratoren wie des KI-Assistenten ChatGPT, die auf Anfrage Figuren erzeugen, die Schefflers Zeichnungen stark ähneln. „Ich bin entsetzt, das ist ganz eindeutig meine Figur, nur die Hintergründe sehen ganz anders aus, als ich sie zeichne“, sagte Scheffler der Zeitung über solche KI-generierten Bilder. Scheffler ist mit seinem Vorstoß nicht allein. So habe die deutsche Penguin Random House Verlagsgruppe als erster Buchverlag in Europa gemeinsam mit dem Autor und Zeichner Ingo Siegner Klage gegen das KI-Unternehmen OpenAI eingereicht. Anlass seien KI-generierte Bilder des „kleinen Drachen Kokosnuss“. In der Klageerwiderung argumentiere OpenAI, dass Inhalte bewusst nicht eins zu eins wiedergegeben werde, sondern die KI Muster erkenne und daraus neue Inhalte generiere. Auch der Hamburger Carlsen Verlag ziehe gemeinsam mit Autor Marc-Uwe Kling und Illustratorin Astrid Henn wegen der Figur „Das NEINhorn“ vor Gericht. Dass vor allem Kinderbuchverlage vorangingen, liege an den besonders auffälligen Ähnlichkeiten zwischen Originalen und KI-Erzeugnissen, berichtet „Die Zeit“ weiter. Carlsen-Verlegerin Sandra Harzer-Kux sagte dazu: „Weil in der Kinder- und Jugendliteratur nicht nur mit Texten, sondern auch mit Bildern erzählt wird, ist sie besonders anfällig für KI-Fakes.“