Großbritannien: Bestürzung nach Tod des Cambridge-Professors Jason Arday

    Blick auf die Universität Cambridge in Großbritannien mit der King's College Chapel und dem Clare College
    Blick auf die Universität Cambridge in Großbritannien (Archivbild) © picture-alliance/ dpa
    Nach dem Tod des zurückgetretenen Professors der Universität Cambridge, Jason Arday, hat sich der britische Premier Burnham bestürzt geäußert. Burnham sprach der Nachrichtenagentur PA zufolge von einer Tragödie auf vielen Ebenen. Es sei nicht die Zeit für voreilige Urteile - man denke heute an Arday, sein Wirkens sowie seine Familie und Freunde. Indes wurden kritische Stimmen am öffentlichen Umgang mit Vorwürfen laut, die vor seinem Tod gegen Arday erhoben worden waren. So kritisierte der Londoner Bürgermeister Khan, Arday sei öffentlich bloßgestellt worden. Der Soziologe war in London leblos aufgefunden worden. Seinen Tod meldeten mehrere Medien übereinstimmend. Die Londoner Polizei teilte lediglich mit, im Südwesten der Stadt sei die Leiche eines 41-Jährigen gefunden worden. Von einem Gewaltverbrechen gehe man nicht aus. Die Polizei nennt in Großbritannien grundsätzlich keine Namen. Zahlreiche Medien hatten in den vergangenen Wochen über Plagiatsvorwürfe gegen Arday berichtet. Auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte wurde gezweifelt. Er selbst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Arday war 2023 jüngster schwarzer Professor in der Geschichte der Universität Cambridge geworden.