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Konzert / Archiv | Beitrag vom 11.12.2011

"Grenzwege" 2

Robert Spano dirigiert das DSO Berlin

Robert Spano (Andrew Eccles)
Robert Spano (Andrew Eccles)

Der Jahresausklang des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin steht ganz im Zeichen großer Vokalkompositionen. Den Auftakt bildet am 11. Dezember das zweite Konzert der Themenreihe "Grenzwege". Am Pult des DSO steht der US-amerikanische Dirigent Robert Spano, der für seine dramaturgisch ausgefeilten und überraschenden Programmkonstellationen weltweit geschätzt wird.

An seiner Seite wissen Spano und das DSO Seite ein exquisites Solistenquartett – Silke Evers (Sopran), Nadine Weissmann (Mezzosopran), Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Tenor) und Thomas J. Mayer (Bass) – sowie den weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus geschätzten Ernst Senff Chor Berlin.

Mit der konzertanten Aufführung von "Le grand macabre" setzt das DSO einen Kontrapunkt zu den "klassischen", meist besinnlichen Programmen in der Vorweihnachtszeit. Ligetis Oper gibt dem ewigen Drama von Liebe und Tod eine ganz neue und ungewöhnliche Gestalt.

Komödie und absurdes Theater, Tragödie und Groteske, Komplexes und Triviales, alles fließt hier in einem großen Welttheater zusammen; keine Grenze wird respektiert, textlich ebenso wenig wie in der Musik. Im Zentrum steht das große Menschheitstrauma, das auch Ligeti seit Kindertagen begleitete und das er in seinem Werk zu überwinden sucht: die Angst vor dem Tod, zugespitzt zur Schreckensvision der Apokalypse.

In "Breughelland", einer Mischung aus Schlaraffenland und Gomorrha, wird gelebt, geliebt, gehurt und gegaunert – bis Nekrotzar auftaucht und die Endzeit ankündigt. Zwischen Alkohol- oder Liebesrausch suchen alle ihren jeweils eigenen Weg, sich auf den drohenden Weltuntergang einzustellen.

Robert Spano bereitet Ligetis Bühnenwerk mit zwei Kompositionen vor: der Tanz-Suite von Béla Bartók und "La mer" von Claude Debussy, der mit dem Ineinanderfließen von Himmel und Meer die Entgrenzung musikalisch zum Programm machte.
www.dso-berlin.de


Live aus der Philharmonie Berlin


Béla Bartók
Tanzsuite für Orchester

Claude Debussy
"La mer", Drei sinfonische Skizzen für Orchester

ca. 20:55 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
"Netzwerk Neue Musik - eine Resümee"
Rainer Pöllmann im Gespräch mit Bojan Budisavljeviæ,
Künstlerischer Leiter des Netzwerks Neue Musik

György Ligeti
Auszüge aus "Le grand macabre"


Silke Evers, Sopran
Nadine Weissmann, Mezzosopran
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Tenor
Thomas J. Mayer, Bass
Ernst Senff Chor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Robert Spano

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