Grenzüberschreitender Dialog

Nach einem Gespräch mit Hans-Jürgen Nagel |
Auf Initiative des Goethe-Instituts trafen sich 31 Künstler aus Israel, Palästina und Deutschland schon einmal in Tel Aviv. Nun unternehmen sie eine Reise durch die neuen Bundesländer unter dem Motto "Das Vermögen der Kunst", an die sich eine Gemeinschaftsausstellung in Dresden anschließt.
Sie waren schon einmal gemeinsam in Tel Aviv: 31 Künstler aus Israel, Palästina und Deutschland. Auf Initiative des Goethe-Instituts in Tel Aviv und in Zusammenarbeit mit der israelischen Künstlerin und Kuratorin Yael Katz Ben Shalom und der Dresdner Künstlergruppe "Kooperative Kunstpraxis" fanden sie 2003 zusammen. Nun treten sie unter dem Motto "Das Vermögen der Kunst" eine zehntägige Reise durch die neuen Bundesländer an.

Stationen dieser Reise werden die Gläserne Manufaktur der Volkswagen AG in Dresden, ein Dorf im Braunkohleabbaugebiet um Leipzig, der Wörlitzer Park oder die Cargolifter-Halle in Krausnik sein. In Vorträgen erörtern Referenten wie Bazon Brock und Gernot Böhme theoretische Überlegungen vor dem Hintergrund dieser gegensätzlichen Szenarien gesellschaftlicher Realitäten.

Am Ende der Reise steht am 4. August die Eröffnung einer Gemeinschaftsausstellung, ebenfalls unter dem Titel "Das Vermögen der Kunst" im Kunsthaus Dresden.

Fazit sprach mit dem Leiter des Goethe-Instituts in Tel Aviv, Dr. Hans-Jürgen Nagel. Lesen Sie hier einen Ausschnitt aus dem Gespräch:

Fazit: Warum führt die Reise nur durch Ostdeutschland?

Hans-Jürgen Nagel: Man muss einleitend sagen, dass 2003 dieses trilaterale Projekt, diese Kunstreise in Israel stattfand. Daraus entstand der Wunsch, das Ganze auch in Deutschland zu machen. Da gibt es in Dresden die "Kooperative Kunstpraxis", eine Vereinigung von drei Künstlern, die sich bereit erklärt haben, die Organisation zu machen. Der Osten Deutschlands hat sich ja seit der Wiedervereinigung zu einem ökonomisierten Terrain entwickelt und trägt nun auch die Züge eines westlichen Industrielandes und man versucht nun, mit den Mitteln der Kunst, einmal hinter den Schleier der Ökonomie zu blicken.

Sie können das vollständige Gespräch in der rechten Spalte als Audio hören.

Service:

Die Ausstellung "Das Vermögen der Kunst" ist im Kunsthaus Dresden vom 5. August bis 18. September 2005 zu sehen.