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Deutschlandrundfahrt / Archiv | Beitrag vom 01.06.2013

Grenzgänger der Uckermark

Der deutsche Speckgürtel um das polnische Stettin

Von Rosalia Romaniec

Die deutsch-polnische Grenze bei Ahlbeck (picture alliance / dpa / Jens Wolf)
Die deutsch-polnische Grenze bei Ahlbeck (picture alliance / dpa / Jens Wolf)

Für sie ist das polnische Stettin ihr kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Wenn sich die Bewohner von Uckermark etwas gönnen wollen, gehen sie nicht nach Schwerin oder Rostock. Sie kaufen in Stettin ein, besuchen dort Konzerte und Musikclubs, machen einen Sonntagsausflug an den Hafen.

Auch das Interesse der Stettiner und Swinemünder an der Uckermark ist groß: Sie kaufen sich Häuser, weil sie dort günstiger sind als in Polen und das Leben auf der deutschen Seite irgendwie "ruhiger" und "berechenbarer" erscheint, sagen sie.

Was sind das für Menschen, die die Grenze so mühelos überwinden? Die in Vorpommern wohnen und in Stettin arbeiten? Die ihren Lebensmittelpunkt in Greifswald oder Pasewalk haben, aber Unterhaltung und Lebensart in Stettin suchen? Menschen, deren Vorfahren früher auf der östlichen Seite der Oder lebten, kehren heute zurück. Ohne Ressentiments. Andere, die nichts mit der deutsch-polnischen Geschichte zu tun haben, passieren die Grenze, als gäbe es sie nicht. Eine Region im Wandel? Rosalia Romaniec hat sich dort umgesehen.

Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat

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