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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 29.11.2016

Great Barrier ReefNaturwunder in großer Gefahr

Von Lena Bodewein

Riff mit Federstern und Korallenfischen, Great Barrier Reef (imago/OceanPhoto)
Erst verblassen die Korallen, dann sterben sie ab: Das Great Barrier Reef vor Australien verändert sich dramatisch (imago/OceanPhoto)

Um das australische Great Barrier Reef steht es schlecht: Immer mehr Korallen bleichen aus und sterben ab. Besonders der Norden des Riffs ist betroffen: Sein Zustand ist ernster als bisher gedacht.

Das australische Great Barrier Reef gilt als eines der sieben Weltwunder der Natur und als eine der größten lebenden Strukturen der Erde. Gleichzeitig ist es eine der wichtigsten Attraktionen Australiens. 

Great Barrier Reef, Auswirkungen des "Bleaching" (dpa / picture alliance / EPA / XL CATLIN SEAVIEW SURVEY AUSTRALIA )Geradezu apokalyptisch: Mittlerweile ist der Zustand des Great Barrier Reef aber so schlecht wie nie zuvor. Mehr als 80 Prozent der Korallen sind vom "Bleaching" betroffen. Weil die Wassertemperaturen im Pazifik so stark gestiegen sind, haben die Algen gelitten, die auf den Korallen siedeln, diesen ihre Farbe geben und für ihr Überleben notwendig sind. (dpa / picture alliance / EPA / XL CATLIN SEAVIEW SURVEY AUSTRALIA )

Great Barrier Reef, Auswirkungen des "Bleaching" (dpa / picture alliance /  EPA / XL CATLIN SEAVIEW SURVEY)Die Folge: Die Korallen verblassen zuerst und sterben dann ab, wenn sie diesem Zustand zu lange ausgesetzt sind. Schon 1 Grad Unterschied in der Wassertemperatur kann so dramatische Folgen haben. Im nördlichen Abschnitt des Riffs sind bereits zwei Drittel der Korallen abgestorben, heißt es von Umweltverbänden. (dpa / picture alliance / EPA / XL CATLIN SEAVIEW SURVEY)

Riff mit Federstern und Korallenfischen, Great Barrier Reef (imago/OceanPhoto)So farbenfroh sah das Riff zuvor aus. Die Korallen leiden auch unter der Schifffahrt: Im Nordosten Australiens gibt es viele Kohle-Häfen, ein Schiff nach dem anderen holt Millionen Tonnen von Kohle ab und schifft sie nach Korea, China, Japan. Beim Ausbau der riesigen Häfen entstehen riesige Mengen Aushub – lange Zeit wurde der einfach ins Meer gekippt, ganz nah am Riff. (imago/OceanPhoto)

Taucher und Kartoffel-Zackenbarsch (imago/OceanPhoto)Auch der Tourismus und vor allem die Taucher setzen dem Riff schon länger zu. Doch die Auswirkungen des Schiffverkehrs spielen eine gewichtigere Rolle. (imago/OceanPhoto)

Gelbe Weichkoralle, Great Barrier Reef (imago/OceanPhoto)Die Unesco hatte oft gemahnt und gedroht, das Great Barrier Reef auf der Liste ihres Naturerbes als „gefährdet“ einzustufen. (imago/OceanPhoto)

Luftaufnahme Grosses Barriere Riff, Queensland, Australien (imago/OceanPhoto)Das Great Barrier Reef aus der Luft: Die australische Regierung will nun bis 2050 etwa anderthalb Milliarden Euro investieren, unter anderem, um die Wasserqualität zu verbessern. (imago/OceanPhoto)

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