Graefe zu Baringdorf: Begriff des Bäuerlichen erlebt "Renaissance"

Der Grünen-Abgeordnete im Europaparlament Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf hat die bäuerliche Landwirtschaft als Lebensgrundlage für die kommenden Generationen bezeichnet. Sie sei "die einzige Möglichkeit, gegen den Hunger langfristig vorzugehen", sagte er am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur.
Graefe zu Baringdorf begrüßte die Forderung des Weltagrarrats nach einer Neuausrichtung der Landwirtschaft, weg von der industriellen, hin zur bäuerlichen Landwirtschaft. Man habe erkannt, dass vor allem in Entwicklungsländern die kleinbäuerliche Wirtschaft ein wesentlicher Pfeiler der Nahrungssicherheit sei, erklärte der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Der Begriff des Bäuerlichen erlebe eine "Renaissance". Er werde verbunden mit Regionalität, mit kurzen Wegen und einer von Solarenergie gestützten Produktion. "Alles das wird aus dieser verstaubten Ecke plötzlich zu einem gesellschaftlichen Mainstream.", sagte Graefe zu Baringdorf weiter. Er stellte auch ein verändertes Bewusstsein der Verbraucher in Bezug auf Agrarprodukte fest. Das habe sich etwa an der hohen Zustimmung der Bevölkerung zum Streik der Milchbauern gezeigt.


Das vollständige Gespräch mit Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf können Sie bis zum 30.12.2008 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.
( MP3-Audio )