Goethe-Medaille verliehen: Inhaftierter Kulturmäzen Kavala bei Übergabe von Ehefrau vertreten

    Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, mit der Ehefrau des inhaftierten türkischen Kulturförderers Osman Kavala, Ayse Bugra (links)
    Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, mit der Ehefrau des inhaftierten türkischen Kulturförderers Osman Kavala, Ayse Bugra (links) © picture alliance / dpa / Bodo Schackow
    Diese Drei zeigen Haltung in Zeiten geopolitischer Herausforderungen und gesellschaftlicher Umbrüche. Das sagte die Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, über die Gewinner der Goethe-Medaille 2025. Der wichtigste Preis der auswärtigen Kulturpolitik geht diesmal unter anderen an den inhafterten türkischen Kulturförderer Osman Kavala. In Weimar nahm seine Ehefrau Ayse Bugra stellvertretend die Auszeichnung für ihn entgegen und verlas auch seine Dankesrede. Der Gründer der Organisation Anadolu Kültür leiste auch nach seiner Verhaftung im Jahr 2017 einen wichtigen Beitrag für eine Kultur des friedlichen Miteinanders, urteilte die Jury. Sie würdigte außerdem die Sprachwissenschaftlerin Li Yuan für die Stärkung des Faches Deutsch als Fremdsprache in ihrer Heimat China und den belgischen Autor David Van Reybrouck. Er mache in seinen Büchern über Länder wie den Kongo oder Indonesien Perspektiven sichtbar, die von der westlich dominierten Geschichtsschreibung oftmals wenig beachtet würden.