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Thema / Archiv | Beitrag vom 26.03.2008

Goethe-Medaille für afghanischen Germanisten

Behbud hält Deutsch für zweitwichtigste Fremdsprache in dem Land

Der afghanische Germanistik-Professor Gholam Dastgir Behbud (AP)
Der afghanische Germanistik-Professor Gholam Dastgir Behbud (AP)

Nach Einschätzung des Leiters des Instituts für Germanistik an der Universität in Kabul, Gholam Dastgir Behbud, spielt die deutsche Sprache in Afghanistan eine wichtige Rolle.

Deutsch sei nach dem Englischen die zweitwichtigste Fremdsprache in Afghanistan, sagte Behbud am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur anlässlich der Verleihung der diesjährigen Goethe-Medaille für seine Verdienste um den Wiederaufbau des Germanistik-Instituts an der Universität Kabul. Den Grund dafür sieht der afghanische Wissenschaftler unter anderem in der langen Tradition der deutschen Sprache in seinem Land, die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts begonnen habe. "Deutsch ist für uns eine Sprache für die Handelsbeziehungen überhaupt - es gibt seit langen Jahren diese Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern." Gleichzeitig sei Deutsch für die Afghanen "eine Sprache der Wissenschaft". Die Menschen wollten die Sprache lernen, "damit sie eine Möglichkeit haben, neues Wissen zu erwerben", sagte Behbud.

Nach Angaben des Germanistik-Professors zeigt sich das Interesse, Deutsch zu lernen, auch an seinem Institut: Auf die 25 Studienplätze pro Jahr kämen mehr als 100 Bewerberinnen und Bewerber. Frauen machten etwa die Hälfte der Studierenden in dem Fach aus. Dass Frauen studieren, werde an seinem Institut ebenso wie an denen für andere Fremdsprachen als "ganz normal" empfunden, betonte Behbud.

Das vollständige Gespräch mit Gholam Dastgir Behbud können Sie bis zum 26.08.2008 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören. MP3-Audio

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