Gildefest in Niedersachsen - Initiative lädt Mädchen zu eigenem Wettbewerb ein

    Ein junger Schütze schießt mit seiner Armbrust beim Kinderschützenfest auf dem Gildefest Wildeshausen auf den sogenannten "Papagoy".
    Ein junger Schütze schießt mit seiner Armbrust beim Kinderschützenfest auf dem Gildefest Wildeshausen auf den sogenannten "Papagoy". © picture alliance / dpa / Hauke-Christian Dittrich
    Schützenvereine sind in der deutschen Kultur tief verwurzelt. Sie pflegen Traditionen und denken oft konservativ. So hält man es auch in Niedersachsen bei der ”Wildeshausener Schützengilde von anno 1403”. Beim Gildefest, das immer mit einem Kinderschützenfest endet, dürfen Mädchen nicht mitmachen. Nur Jungen können mit der Armbrust auf den "Papagoy" schießen, den Umriss eines Vogels, der von der Gilde als Erkennungszeichen getragen wird. Die Initiative "Gilde für alle" nimmt das nicht länger hin. Für das diesjährige Gildefest, das am Pfingstsonntag beginnt, organisierte sie einen alternativen Wurf-Wettbewerb, um eine Kinderkönigin zu ehren, als Pendant zum schießenden Kinderkönig. Vergangenes Jahr noch, bei der jüngsten Generalversammlung der Gilde, war ein Antrag, das Schießen auch für Mädchen zu öffnen, mit Verweis auf die Tradition von den Mitgliedern abgelehnt worden.