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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 23.08.2011

Giftige Rosen

Was fairen Anbau in Ecuador so schwierig macht

Von Susanne Weichselbaumer

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Deutschland ist Spitzenimporteur von  Rosen aus Südamerika. (AP)
Deutschland ist Spitzenimporteur von Rosen aus Südamerika. (AP)

Zwei Milliarden Rosen werden jedes Jahr von Ecuador aus in alle Welt verkauft, davon landen 25 Millionen in deutschen Vasen. Doch die Arbeiterinnen auf den Rosenfarmen zahlen dafür einen hohen Preis. Oft ohne Schutzkleidung stehen sie zwölf und mehr Stunden im Gewächshaus – mit Pestiziden und für einen Hungerlohn.

Die hellgrüne Mondial, die Freedom in Knallrot oder Tara in intensivem Gelb – das sind die prächtigen Rosen aus Ecuador, die sich derzeit weltweit am besten verkaufen. Die Amerikaner wünschen vor allem große Blütenköpfe, die Russen verlangen kerzengerade, anderthalb Meter hohe Stiele und die Deutschen nehmen so ziemlich wahllos alles, was aus der Gegend um Otavalo und Quito in Ecuador kommt: Hauptsache Rosen. Deutschland ist Spitzenimporteur von Rosen aus Südamerika.

Gar nicht spitze sind oft die Arbeitsbedingungen der Menschen, die die Rosen vor Ort großziehen. Seit neuestem gibt es in Ecuador zwar Arbeitsschutzgesetze, Kontrollen lassen aber auf sich warten. Seit diesem Jahr gibt es zwar einen gesetzlichen Mindestlohn von 168 Euro im Monat, doch wenn deshalb die halbe Belegschaft entlassen wird und eine Arbeiterin 60 Beete und 20.000 Pflanzen jeden Tag pflegen mußm, hält sich die Begeisterung verständlicherweise in Grenzen. Abhilfe soll nun ein Umweltsiegel bringen, das faire Produktion und fairen Handel garantieren soll. Susanne Weichselbaumer war in der Hochebene von Ecuador auf der "Straße der Rosen" unterwegs.

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