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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 18.01.2016

Ghana und die EU-HühnchenDas Märchen vom fairen Handel

Von Alexander Göbel

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Ein Mitarbeiter in einem Kleinbetrieb Gee's Freshpoint, meat and fish, aufgenommen im Juni 2008 in der Tamale Region im Norden von Ghana. (picture alliance / dpa / Sandra Gätke)
In Ghana bieten ausländische Produzenten ein Huhn im Schnitt für weniger als die Hälfte an. Die Dumpingpreise führen dazu, dass die einheimischen Geflügelzüchter pleite gehen (picture alliance / dpa / Sandra Gätke)

Die Versprechen auf dem EU-Afrika-Gipfel in Malta im vergangenen Jahr waren groß – noch größer die Erwartungen. So wollte die EU mit viel Geld die Entwicklungschancen afrikanischer Bevölkerungen fördern. Doch die Realität sieht anders aus.

Weniger gesprochen wird darüber, dass Europa für die Flüchtlingsströme aus Afrika mit verantwortlich ist: Beispiel Ghana. Dort hat die Wirtschaftspolitik der EU die Geflügelwirtschaft zerstört – und damit tausende Arbeitsplätze vernichtet. Auch deshalb verlassen Menschen ihre Heimat.

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