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Thema / Archiv | Beitrag vom 06.10.2010

GEW: Wort "Deutschenfeindlichkeit" ist unpassend

Sinram: Aktuelle Stunde hilft Einzelschulen nicht

Schulklasse (AP)
Schulklasse (AP)

Der Pressesprecher der Berliner Gewerkschaft und Wissenschaft (GEW), Peter Sinram, hat den Begriff "Deutschenfeindlichkeit", der in der aktuellen Debatte um Anfeindungen in Schulen gegen deutsche Minderheiten kursiert, als falsch zurückgewiesen.

Stattdessen gehe es um Gruppen mit einem anderen kulturellen Hintergrund, die sich von der Mehrheitsgesellschaft nicht anerkannt fühlen, erklärte Sinram. Diese würden versuchen, auf anderem Weg ihr Selbstwertgefühl aufzubauen: "Und das Selbstwertgefühl kriege ich leider daher, dass ich mir einen anderen suche, auf dem ich rumtrampele." Jedoch räumte er ein, dass seine Gewerkschaft den Begriff "in die Welt gesetzt" habe: "Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass dieser Begriff wieder rauskommt."

Die Forderung nach einer Aktuellen Stunde von Seiten der Berliner CDU stellte Sinram infrage. Das Thema werde derzeit "hochgepusht", und jeder wolle dazu etwas sagen: "Die CDU macht das doch bitte sehr nicht, um den Schulen zu helfen, sondern sie macht das, völlig verständlich und legitim, um ihre politische Meinung durchzubringen. Aber diese Aktuelle Stunde hilft der Einzelschule überhaupt nicht."


Das vollständige Gespräch mit Peter Sinram können Sie bis zum 6.3.2011 als
[url=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/06/drk_20101006_1608_e0f8e225.mp3
title="MP3-Audio" target="_blank"]MP3-Audio[/url] in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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