Geschichtsfestival bietet erstmals "History Games Lab" zur Geschichtvermittlung an

    Martin Böttger (2.v.r.) erklärt Schülerinnen des Carl Bechstein Gymnasiums sein Spiel "Bürokratopoly" in Berlin, das die Realität des SED-Regimes näherbringen soll.
    Neben Computerspielen soll auch das von Martin Böttger (m.) erfundene Spiel "Bürokratopoly" Schülern die DDR-Geschichte näherbringen. © picture alliance / dpa / Lukas Schulze
    Im Videospiel Terroristen in den 70er Jahren aufspüren, in der Rolle der Staatsanwaltschaft Verbrechen der NS-Zeit aufklären: Beim Geschichtsfestival "Weimarer Rendezvous mit der Geschichte" geht es dieses Jahr um eine besondere Form der Historienvermittlung. Beim ersten "History Games Lab" unter anderem in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landeszentrale und der Bundeszentrale für politische Bildung können Interessierte acht Spiele ausprobieren. Laut den Veranstaltern entscheiden längst nicht mehr nur Bücher, das Fernsehen oder die Schule darüber, welches Wissen über Geschichte vermittelt wird, sondern auch Spiele. Neben weltweit bekannten Spieltiteln, bei denen die Historie als Kulisse dient, wächst demnach auch die Zahl der Geschichtsspiele, die bewusst didaktisch angelegt sind. Bei der 18. Auflage des Festivals geht es dieses Mal thematisch unter anderem um Künstliche Intelligenz in Forschung und Holocaust-Erinnerung und um die NS-Vergangenheit in der eigenen Familie.