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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 11.02.2008

Geschichte im Tetrapack?!

Über Denk- und Gedenkstätten in deutschen Landen

Von Michael Frantzen

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Holocaust-Mahnmal in Berlin (AP)
Holocaust-Mahnmal in Berlin (AP)

Es hat lange auf sich warten lassen: Das neue Gedenkstättenkonzept von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Titel: "Verantwortung wahrnehmen, Aufarbeitung verstärken, Gedenken vertiefen." Seit dem Sommer liegt der erste Entwurf vor, unzählige Experten sind angehört worden, jetzt berät der Kulturausschuss des Bundestages über Neumanns Vorlage. Immer noch.

Das kommt nicht von ungefähr. Denn es gibt Kritik: Da monieren KZ-Gedenkstätten wie Buchenwald/Mittelbau-Dora, dass ihnen dieses Jahr trotz des neuen Konzepts eine halbe Million Euro im Haushalt fehlen; befürchten andere eine Akzentverschiebung zu Gunsten der Gedenkstätten, die an SED-Unrecht erinnern; beschwört Salomon Korn vom Zentralrat der Juden die Gefahr einer "zunehmenden staatlichen Lenkung des Gedenkens."

Wir wollen die Diskussion aufgreifen: Wie stehen die KZ-Gedenkstätten heute da? Welche Perspektiven bietet ihnen das Neumannsche Konzept? Grundsätzlich: Welche Art von Gedenkpolitik brauchen wir eigentlich? Sollten Prioritäten gesetzt werden?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder als barrierefreies Textdokument.

Links:
Gedenkstättenkonzept
Nationalsozialismus und Holocaust - Gedenkstätten, Forschung, Verbände
Stiftung Aufarbeitung SED-Diktatur

Literaturtipp:
Claus Leggewie / Erik Meyer: Ein Ort, an den man gerne geht
Das Holocaust Mahnmal und die deutsche Geschichtspolitik nach 1989
Carl Hanser Verlag, München 2005

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