Gericht in China verurteilt regierungskritischen Künstler zu drei Jahren Haft

Wegen einer kritischen Mao-Darstellung hat ein Gericht in China die Höchststrafe verhängt: drei Jahre Haft wegen "Beleidigung von Helden und Märtyrern". Schuldig gesprochen wurde der regierungskritische Künstler Gao Zhen. In der Entschlossenheit der Behörden sieht eine Vertreterin von Amnesty International, Sarah Brooks, eine Haltung, die andere Künstler von Kritik abschrecken soll. Gao Zhen und sein Bruder Gao Qiang waren Anfang der 2000er Jahre mit Kunstwerken bekannt geworden, die sich kritisch mit Mao, der Kulturrevolution und den Protesten auf dem Platz des Himmlischen Friedens auseinandersetzten. Gao war 2022 in die USA gezogen und 2024 bei einem Besuch in China festgenommen worden. Seitdem sitzt er in Haft.