Gericht bremst Trumps Pläne für Ballsaal am Weißen Haus aus

Die umstrittenen Pläne von US-Präsident Trump zur Umgestaltung seines Amtssitzes sind juristisch ausgebremst worden. Ein Bundesbezirksrichter stoppte die Bauarbeiten für den rund 8.000 Quadratmeter großen neuen Ballsaal am Weißen Haus. Damit liegt das 400 Millionen Dollar schwere Bauvorhaben auf Eis, bis eine von Denkmalschützern eingereichte Klage verhandelt wird. Die Denkmalschutzorganisation "National Trust for Historic Preservation" wirft Trump vor, seine Befugnisse überschritten zu haben, als er den historischen Ostflügel abreißen ließ und den Neubau ohne Zustimmung des Kongresses begann. Das Justizministerium hatte dem Präsidenten Rückendeckung gegeben und den Bau als zulässige Modernisierung deklariert. Die Kläger argumentieren dagegen, weder der Präsident noch die für das Gelände zuständige Nationalparkverwaltung hätten die Befugnis, ohne ausdrückliche Zustimmung des Parlaments ein historisches Gebäude abzureißen oder eine derart große neue Anlage zu errichten. Der Ostflügel war ursprünglich 1902 erbaut und während der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt erweitert worden. Bei einer Anhörung am 17. März hatte der Richter, der den Umbau nun stoppte, das Gelände des Weißen Hauses als besonderen Ort und Wahrzeichen der Nation bezeichnet.