Georg-Büchner-Preis an Christine Wunnicke überreicht

Die Autorin Christine Wunnicke hat den Georg-Büchner-Preis erhalten. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung überreichte der 60-Jährigen die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung in Darmstadt. Was sie beim Schreiben am liebsten mache und am besten könne, sei Streichen, erklärte Wunnicke in ihrer Dankesrede. "Ich streiche alles, was nicht nötig ist. Deshalb wurden auch meine Bücher irgendwann so kurz." Laudatorin Judith Schalansky nannte Wunnicke die Schöpferin eines wundertollen, kreuzvergnüglichen Erzählwerks. Die gebürtige Münchnerin Wunnicke veröffentlichte Anfang der 90er Jahre erste Hörspiele und Radiostücke, 1998 erschien ihr erster Roman "Fortescues Fabrik". Sie erzählt in ihren Werken besonders über historisch verbürgte Figuren und Wissenswelten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert. Mit ihrem jüngsten Roman "Wachs" aus dem Jahr 2025 stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Der Georg-Büchner-Preis wurde erstmals 1923 verliehen. Er gilt als die bedeutendste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum.