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Deutschlandrundfahrt / Archiv | Beitrag vom 09.07.2011

"Geh, späte Nachwelt, hin, bewundre seine Gaben"

Gottfried Silbermanns Orgeln im Erzgebirge

Von Matthias Baxmann

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Die Orgeln des sächsischen Orgelbaumeisters Gottfried Silbermann im Dom zu Freiberg, aufgenommen im September 1989. Das historische Instrument hat 44 Register, drei Manuale und Pedal. (picture alliance / dpa / Wolfgang Thieme)
Die Orgeln des sächsischen Orgelbaumeisters Gottfried Silbermann im Dom zu Freiberg, aufgenommen im September 1989. Das historische Instrument hat 44 Register, drei Manuale und Pedal. (picture alliance / dpa / Wolfgang Thieme)

"Berühmter Silbermann, dein Ruhm wird ewig bleiben, den du durch deine Kunst mit ganz geschickter Hand erworben hast in unserm Sachsenland", schrieb Wilhelm Friedemann Bach 1733 über Gottfried Silbermann, einen der bedeutendsten deutschen Orgelbaumeister. Trotz verlockender Angebote der Höfe von Kopenhagen, Moskau und Prag blieb er seiner sächsischen Heimat treu.

Im Auftrag des sächsischen Hofes unter August dem Starken errichtete er reich ausgestattete Werke mit bis zu 3000 Pfeifen. Die längsten waren 5 Meter hoch, die kürzesten so groß wie ein kleiner Finger. Aber die meisten Orgeln baute Silbermann in kleinen Gemeinden rund um Freiberg, wo er seine Werkstatt hatte. Von hieraus wurden die vorgefertigten Orgelteile mit vierspännigen Frachtwagen in die ein bis zwei Tagesreisen entfernten Kirchen gebracht. Der Meister selbst ritt auf dem eigenen Pferd voraus nach Oberbobritsch, Niederschöna oder Frauenstein.

Gibt es sie noch, die barocken Silbermannorgeln in den Dorfkirchen des Erzgebirges, darunter auch kleine einmanualige Werke mit nur 6 Stimmen? Die Deutschlandrundfahrt will die Spuren Gottfried Silbermanns im Erzgebirge erkunden und die Menschen nach dem Umgang mit den Kleinodien in ihren Gemeinden befragen.

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