Gedenkjahr zum 350. Todestag von Paul Gerhardt

Er war der Kirchenliederdichter schlechthin: Paul Gerhardt, von dem die bis heute bekannten Lieder „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, „Befiel du deine Wege“ und „Die güldene Sonne“ stammen. 1607 im damaligen Kurfürstentum Sachen in Gräfenhainichen geboren, starb der Theologe am 27. Mai 1676 in Lübben im Spreewald. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erinnert deshalb 2026 an seinen 350. Todestag. Bischof Christian Stäblein sagte dem epd, es werde ein „wahrhaft großer Kirchenliederdichter“ gefeiert, dessen Lieder stets gegenwärtig seien. Landeskirchenmusikdirektor Gunter Kennel betonte, Paul Gerhardts Lieder gehörten „zum Kernbestand evangelischer Frömmigkeit und weit darüber hinaus“. Im Gedenkjahr soll der Theologe und seine Lieder in Gottesdiensten, Konzerten und offenem Singen gefeiert werden, sagte eine Kirchensprecherin dem epd in Berlin. So stehen von Ende Mai bis Mitte Juni in Lübben eine kirchliche Paul-Gerhardt-Woche und ein Landesposaunentag auf dem Programm. Am 31. Mai wird der rbb einen Gottesdienst aus der dortigen Paul-Gerhardt-Kirche übertragen.