Gedenken an NS-Opfer: Journalisten reinigen Stolpersteine

    Das Foto zeigt eine Person, die einen Stolperstein putzt.
    Unter anderem sollen in Berlin, Hamburg und Hannover die Gedenksteine vor den letzten Wohnorten der Opfer gereinigt werden, hieß es. © Patrick Südmersen
    Im Gedenken an Berufskollegen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden, wollen Journalistinnen und Journalisten morgen bundesweit Stolpersteine putzen. Zum Jahrestag der Novemberpogrome sollen unter anderem in Berlin, Hamburg und Hannover die Gedenksteine vor den letzten Wohnorten der Opfer gereinigt werden, teilte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in Berlin mit. "Die Nationalsozialisten brauchten 1933 nur wenige Monate, um die Pressefreiheit abzuschaffen", hieß es. "Zeitungen wurden verboten oder gleichgeschaltet, Gewerkschaften zerschlagen. Schreiben durfte nur, wer dem Regime genehm war." Auch heute würden Journalistinnen und Journalisten wieder bedroht und angegriffen - auf Demonstrationen, am privaten Wohnort und im Internet. Die dju setze sich daher im Dialog mit der Polizei, Verlagen und Medienhäusern für einen besseren Schutz der Berufsgruppe ein.