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Interview / Archiv | Beitrag vom 01.09.2015

GedächtnisforschungVergessen tut gut!

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Computergrafik des menschlichen Gehirns (imago stock&people/Roger Harris/Science Photo Library)
Vergessen ist eine gute Sache, sagt der Gedächtnisforscher Hans Markowitsch (imago stock&people/Roger Harris/Science Photo Library)

Festplatte voll? Dann ist Löschen angesagt! Unser Gehirn praktiziert diesen Vorgang ganz automatisch. Und damit tue es uns durchaus einen Gefallen, sagt der Gedächtnisforscher Hans Markowitsch: Denn so entstehe im Kopf Platz für Neues.

Vergessen sei grundsätzlich etwas Positives, sagte Markowitsch im Deutschlandradio Kultur. "Man kann sagen: Gäbe es kein Vergessen, dann hätte die Natur es auch nicht so eingerichtet." Menschen, die nicht vergessen könnten, hätten Probleme, weil das Unwichtige "einfach nicht aus dem Kopf verschwinden will". Das Vergessen dagegen ermögliche neue Gedanken im Kopf zu verankern. "Um das auch aktuell zu speichern, geht das Alte eher verloren."

Mehr zum Thema:

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(Deutschlandfunk, Sprechstunde, 05.11.2013)

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