Geburtshaus von NS-Diktator Hitler wird künftig als Polizeiwache genutzt

    Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor Adolf Hitlers Geburtshaus vor der Eröffnung einer neuen Polizeistation.
    Eröffnung Polizeistation in Hitlers Geburtshaus. Mit dem Umbau soll das Gebäudes, in dem der Diktator seine ersten Lebensmonate verbracht hat, endgültig kein Anziehungspunkt für Neonazis mehr sein. © Matthias Schrader / AP / dpa
    Das Geburtshaus von Adolf Hitler im österreichischen Braunau ist nun ein Polizei-Zentrum. Mit der neuen Nutzung will die Republik Österreich verhindern, dass das Gebäude weiter als Anziehungspunkt für Neonazis dient. Der Umbau hatte mehrere Jahre gedauert und rund 20 Millionen Euro gekostet. Eine Experten-Kommission sprach sich sowohl gegen einen Abriss als auch gegen ein Museum aus - sondern für eine Umgestaltung ohne hohen Wiedererkennungswert. Das Haus soll damit für die rechtsextreme Szene unattraktiv sein. Aus Furcht vor NS-Devotionalien-Sammlern wurde die Baustelle überwacht, der Bauschutt vor Ort geschreddert und mit anderem Material vermischt. Kritik am Umbau kam vom Mauthausen Komitee Österreich, der Nachfolgeorganisation der Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen. Es kritisiert, dass das Gebäude in den optischen Zustand von etwa 1750 zurückversetzt wurde und damit der Eindruck erweckt wird, dass die Geburt Hitlers gar nicht an dieser Stelle stattgefunden hat. Es spricht von einem sehr seltsamen Zugang.