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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 21.11.2014

Funktionaler AnalphebetismusWarum können so viele Deutsche nicht lesen und schreiben?

Strategien gegen Analphabetismus

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Mann an einer Tafel (dpa/picture-alliance/Marjan Murat)
Mann an einer Tafel (dpa/picture-alliance/Marjan Murat)

Rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Funktionalen Analphabetismus nennt die Wissenschaft dieses Problem. Die Chancen im Arbeitsleben sind dadurch sehr eingeschränkt.

Viele Betroffene haben zwar Strategien entwickelt, wie sie durch den Alltag kommen, ohne viel mehr als ihren Namen schreiben zu können. Doch ihre Chancen im Arbeitsleben sind sehr eingeschränkt und schon die Eröffnung eines Bankkontos oder die Theorie-Ausbildung für den Führerschein stellen unüberwindliche Hürden dar.

Wie ist es möglich, dass in einem Industrieland mit Schulpflicht ein Siebtel der erwerbsfähigen Bevölkerung kaum lesen und schreiben kann? Wie kann funktionalem Analphabetismus vorgebeugt werden – in Schule, Elternhaus, in außerschulischen Projekten? Wie können Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene aus bildungsfernen Schichten erreicht werden? Und wie kann man ihnen Freude am Lesen vermitteln, damit sie sich zurechtfinden im allgegenwärtigen Buchstaben-Dschungel?

Darüber diskutieren im Wortwechsel anlässlich des heutigen Bundesweiten Vorlesetags:

Dr. Gisela Beste, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
Klaus Buddeberg, Erziehungswissenschaftler, Universität Hamburg
Prof. Christian Höppner, Präsident Deutscher Kulturrat
Prof. Karl Karst, Initiator und Vorstand Initiative Hören
Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen

Moderation: Jürgen König, Deutschlandradio Kultur

Die Podiumsdiskussion wurde aufgezeichnet am 20.11.2014 beim Dialogforum IV "Kultur bildet" in Berlin, in Kooperation mit der Stiftung Lesen und Kulturprojekte Berlin.

Zur Website des Vorlesetags

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