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Echtzeit | Beitrag vom 09.11.2019

FürsorgeEin bisschen Kümmern schadet nicht

Moderation: Katja Bigalke

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Eine kleine Weltkugel wird von einer Hand an der Hüfte einer Person gehalten. (Unsplash / Ben White)
Etwas mehr Fürsorge würde der Erde guttun - und allen die auf ihr leben. (Unsplash / Ben White)

Patienten im Krankenhaus, ausgesetzte Hunde und nicht zuletzt unser Planet insgesamt: Sie alle würden sich über ein bisschen mehr an Zuwendung freuen. Ein Plädoyer der "Echtzeit" für eine zugewandtere Geisteshaltung.

Der Arzt und Kommunikationswissenschaftler Dr. Kai Witzel hat in einer Studie die Auswirkungen von Arztserien auf Patienten im Krankenhaus untersucht. Ein Ergebnis: Die Patienten wünschen sich dringend etwas mehr "Schwarzwaldklinik" im realen Klinikalltag. Die Ärzte dagegen können sich am besten mit "Grey´s Anatomy" identifizieren. Geht das zusammen?

Tausende ausgesetzte Windhunde - jedes Jahr

In Spanien ist die Kaninchenjagd populär. Sobald die Saison vorbei ist werden die zur Jagd benötigten Windhunde, die Galgos, ausgesetzt. Lange galten sie als Plage.

Doch ihr Image hat sich grundlegend gewandelt. Hübsch herausgeputzte Exemplare gehören mittlerweile zur Grundausstattung des trendbewussten spanischen Großstädters.

Schauspieler, Fußballer und andere Promis lassen sich mit den eleganten Tieren ablichten. Herbeigeführt hat diesen Wandel die geschickte Kampagne einer Tierschutzorganisation gemeinsam mit einer engagierten Designerin aus Barcelona.

Nachhilfe in Sachen Planetenpflege

Der Künstler und Experimental-Philosoph Jonathon Keats hat in San Francisco gerade die Grassroots-Bewegung "Pioneers for a Greater Holocene" ins Leben gerufen. Mit ihrer Hilfe versucht er die Spuren des Anthropozäns allmählich zu verwischen.

Die Spuren der letzten durchtanzten Nacht zu verwischen ist da mitunter leichter. Sofern man denn überhaupt zu den Glücklichen gehörte, die der Türsteher eingelassen hat. Der Mythos vom harten Knochen an der Tür wird gerade wieder von einem aktuellen Kinofilm genährt. Dass in Wirklichkeit andere Qualitäten zählen, nämlich die Eigenschaften des fürsorglichen Gastgebers, berichten Berliner Türsteher in der "Echtzeit".

Und wir lernen auch, wie man sich für so viel Fürsorge zu später Stunde bedanken kann. Auch das gehört doch am Ende zu einem freundlicheren Umgang miteinander dazu!

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