Für Hessens Kulturminister Gremmels ist Freiheit der Kunst nicht verhandelbar

Hessens Kulturminister Timon Gremmels hat in einer Regierungserklärung die Freiheit der Kunst verteidigt. Diese ist nicht verhandelbar, sagte er mit Blick auf die Weltkunstausstellung documenta, die von Antisemitismusvorwürfen überschattet ist. Laut Gremmels darf man keinen Versuchungen unterliegen, Kunst lenken zu wollen, auch wenn man die Urteile, Meinungen und Darstellungen nicht teilt, die dabei geäußert werden. Gleichzeitig stellte der SPD-Politiker klar, dass er eine klare, erkennbare Haltung erwartet gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Bei der documenta 2022 wurde unter anderem eine Arbeit mit antisemitischer Bildsprache entdeckt und abgehängt. Später lösten weitere Werke Kritik und Forderungen nach einem Abbruch aus. Die nächste documenta findet in Sommer 2027 statt.