Friedman fordert in Bayreuth zum Kampf gegen rechts auf

    Michel Friedman steht in einer dunklen Umgebung an einem Redepult und spricht in ein Mikrofon.
    Der Publizist Michel Friedman hält eine Gedenkrede bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth. © Daniel Löb / dpa
    Der Publizist Michel Friedman hat in seiner Rede zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele zu Engagement für Demokratie und gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft aufgerufen. Was muss eigentlich noch passieren, dass wir unsere Demokratie persönlich verteidigen, fragte er wörtlich im Festspielhaus bei einer Gedenkveranstaltung für während des NS-Regimes verfolgte und ermordete jüdische Musiker. Inzwischen sei klar, "dass wir den Anfängen nicht genug gewehrt haben, sondern mittendrin sind", sagte er auch mit Blick auf Sachsen-Anhalt, wo die AfD rund sechs Wochen vor der Landtagswahl laut Umfragen mit mehr als 40 Prozent deutlich vorn liegt. Um Friedmans Rede hatte es im Vorfeld einigen Wirbel gegeben. Friedman war erst ein- und dann wieder ausgeladen worden. Es folgte scharfe Kritik an den Festspielen, auch aus der Politik - und eine Entschuldigung von Festspiel-Chefin Katharina Wagner