Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026 geht an Menschenrechtsanwalt Philippe Sands

Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands wird mit dem diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst dazu beigetragen haben, den Friedensgedanken zu verwirklichen. Sands arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Sands setze sich "für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein", sagte Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz, Vorsitzender des Stiftungsrats. "Der Nachkomme von Holocaustüberlebenden zeigt entlang der eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen "Genozid" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" stehen", so Guggolz weiter. Seit 1950 wird der Friedenspreis traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse überreicht, die in diesem Jahr Mitte Oktober stattfindet. Dotiert ist die Auszeichnung mit 25.000 Euro. Preisträger waren bisher unter anderen die Schriftsteller Hermann Hesse, Astrid Lindgren und Salman Rushdie, aber auch der tschechische Politiker Vaclav Havel und der Geiger Yehudi Menuhin.