Französischer Schaupieler Arnaud Denis nimmt Sterbehilfe in Belgien in Anspruch

    Eine brennende Kerze steht an einem Fenster
    In Belgien ist aktive Sterbehilfe unter bestimmten Umständen erlaubt © Imago / Zoonar / Lutz Wallroth (Symbolbild)
    Der französische Schauspieler und Autor Arnaud Denis hatte infolge einer Operation starke Schmerzen. In Belgien hat er deshalb Sterbehilfe in Anspruch genommen. Das teilte sein Anwalt mit. Arnaud Denis wurde 43 Jahre alt. Er hatte Mitte 2023 eine Operation wegen eines Leistenbruchs. Dabei wurde ihm - wie sehr vielen Patienten - ein Netz zur Verstärkung des gerissenen Gewebes eingesetzt. Doch bei Denis führte das Implantat zu heftigen Schmerzen und Entzündungen des gesamten Körpers. Der Zeitung "[Le Dauphiné|https://www.ledauphine.com/sante/2026/01/06/je-n-ai-plus-de-vie-le-comedien-arnaud-denis-victime-d-une-prothese-pour-hernie-veut-mourir]" erzählte er im Juni, dass er seine Wohnung nicht mehr verlassen kann und kein Sozialleben mehr hat. Er lebe wie ein Krebspatient im Endstadium und die Ärzte könnten ihm nicht mehr helfen. Schon damals stand sein Entschluss fest. Arnaud Denis arbeitete auch als Dramaturg und Regisseur am Theater, er war drei Mal für die renommierte Auszeichnung Prix Molières nominiert. In den Sozialen Medien hatte er andere Betroffene versammelt: Rund 200 Menschen hatten sich mit ähnlichen Folgen eines solchen Hernien-Implantants gemeldet. Der Anwalt des Verstorbenen prangerte einen „stillen Gesundheitsskandal“ an und bemängelte fehlende Information und Aufklärung über die Risiken.
    WICHTIGER HINWEIS
    In diesem Beitrag werden Sterbehilfe und Suizid thematisiert. Es gibt Menschen, die helfen können. Wenden Sie sich zum Beispiel an die Telefonseelsorge unter 0800-1110111 (kostenfrei) und 0800-1110222 (kostenfrei). Diese Menschen nehmen sich Zeit für Sie.