Französische Organisationen rufen im Wahlkampf zum Schutz der Filmkunst auf

Wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich haben vier einflussreiche Organisationen der Filmbranche die Kandidaten dazu aufgerufen, die Filmkunst zu einer "strategischen Priorität" zu erklären. Hintergrund sind Befürchtungen, die insbesondere durch die Kritik des rechten Rassemblement National an der Branche ausgelöst wurden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, rufen die Organisatoren in einem Manifest dazu auf, das Modell der französischen Filmkunst zu verteidigen, das ihrer Meinung nach durch einen "ideologischen Kampf" bedroht ist. So fordern sie unter anderem "die kulturelle Souveränität Frankreichs und Europas" in der Verfassung zu verankern. Zudem geht es um dem Schutz der französischen Kultur vor den Gesetzen des Marktes und der Dominanz ausländischer Konzerne - etwa durch US-Amerikaner und Chinesen. Zu den Unterzeichnern gehören etwa der Verband der Unabhängigen Filmproduzenten (SPI), der Verband der Filmregisseurinnen und -regisseure (SRF) und der Verband der Filmproduzenten (UPC).