Frankreich: Regierende in den Regionen gegen Kulturkürzungen

    Ein großes Gebäude mit Säulengang - die Oper in Bordeaux
    In Frankreich solidarisieren sich Regierende in den Regionen wie der Bürgermeister von Bordeaux mit Kultureinrichtungen; im Bild die dortige Oper © picture alliance / Hans Lucas / Martin Noda
    In Frankreich solidarisieren sich Regierende in den Regionen mit Kultureinrichtungen. Anlass ist ein vorübergehender Auszahlungs-Stopp von Subventionen für 28 öffentlich geförderte Theater, Opern und nationale Bühnen. Mehrere politische Verantwortliche warnen zusammen mit betroffenen Häusern in der Zeitung "Le Monde" vor - Zitat - "verheerenden Folgen": Dazu gehören laut dem Schreiben die Streichung von Aufführungen, ein geringeres kulturelles Angebot, die Entlassung von Beschäftigten und im schlimmsten Falle das Aus für die Einrichtungen. Die Unterzeichnenden betonen zwar die Notwendigkeit von Einsparungen. Aus ihrer Sicht aber können Kunst und Kultur die Attraktivität der Regionen stärken und territoriale wie soziale Gräben überbrücken. Bisher hat der französische Staat nur die Hälfte der für dieses Jahr zugesagten Zuschüsse ausgezahlt. Der Großteil der Subventionen soll nach Angaben von Kulturministerin Pégard noch freigegeben werden; zehn Prozent aber stehen im Laufe der Haushaltsverhandlungen zur Disposition. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören die Bürgermeister von Bordeaux, Reims und Marseille sowie die Präsidentin der Oper von Lyon und der Präsident des Opernorchesters der Normandie in Rouen.