Frankfurter Kirchen kritisieren Rückzug eines Kinos von den Jüdische Filmtagen

    Ein Teilnehmer trägt eine Kippa mit Davidstern auf der Kundgebung zum Europäischen Jüdischen Jugendkongress.
    Die Frankfurter Kirchen kritisieren den Rückzug eines Kinos von den Jüdischen Filmtagen. © Hannes P Albert/dpa
    Die evangelische und die katholische Kirche in Frankfurt am Main haben den Rückzug des Kinos Astor Film Lounge von den Jüdischen Filmtagen kritisiert. Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen sprachen von einem "falschen Signal zur falschen Zeit" und warnten davor, dass jüdisches Leben aus dem öffentlichen Raum verdrängt werde. Die Jüdische Gemeinde warnte vor einer faktischen Kapitulation vor antisemitischem Druck. Man halte trotz der Absage an der Durchführung fest und wolle ein Zeichen für die Präsenz jüdischen Lebens setzen – gerade in Zeiten wachsender Anfeindungen. Laut der Jüdischen Gemeinde Frankfurt hat das Kino als Grund für den Rückzug die Sicherheitssituation und den notwendigen Polizeischutz angeführt - das habe bei den Mitarbeitenden im vergangenen Jahr "zu einem großen Gefühl der Unsicherheit" geführt. Dieses Jahr sind die Jüdischen Filmtage Frankfurt vom 18. Oktober bis zum 1. November geplant. Sie finden in zahlreichen Kinos der Stadt seit 2016 im jährlichen Wechsel mit den Jüdischen Kulturwochen statt.