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Interview / Archiv | Beitrag vom 26.04.2018

Frank Schätzing über künstliche Intelligenz"Sie kann uns das Paradies bereiten oder uns alle abmurksen"

Frank Schätzing im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Ein Porträt von Bestsellerautor Frank Schätzing (imago / Future Image)
Sein neues Werk heißt "Die Tyrannei des Schmetterlings": Bestsellerautor Frank Schätzing (imago / Future Image)

In seinem neuen Buch "Die Tyrannei des Schmetterlings" beschäftigt sich Frank Schätzing mit künstlicher Intelligenz. Schätzing hält KI für das derzeit interessanteste Forschungsfeld überhaupt - und fragt sich, was noch vom Menschen bleibt, wenn die von ihm gebauten Maschinen Bewusstsein entwickeln.

In seinem neuen Buch "Die Tyrannei des Schmetterlings" beschäftigt sich Frank Schätzing mit künstlicher Intelligenz. Der Bestsellerautor zweifelt nicht daran, dass KI das Leben der Menschen schon in naher Zukunft maßgeblich beeinflussen wird. Das sagte er im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur. KI biete "unglaubliche Möglichkeiten", betonte er, sei aber zugleich "hochgefährlich". Dennoch warnte Schätzing davor, sich von der Angst davor lähmen zu lassen. Man müsse jetzt Kontrollmechanismen einbauen - und die KI "auf ein Gleis setzen, aus dem sie nicht ausbrechen kann".

Geschäftsmann schaut auf Liniendiagramm auf dem Bildschirm eines Roboters (imago / Gary Waters )Traditionelle Vorstellung eines Roboters: Was ist, wenn der selbst denken und fühlen kann? Was wird er dann tun? (imago / Gary Waters )

Künstliche Intelligenz sei der derzeit interessanteste Forschungszweig überhaupt, so der Schriftsteller: "Was Menschen in der Lage sind, zu erschaffen - und, was wir noch nicht kennen, das Unbekannte, die Wunder, die uns da erwarten, faszinieren mich." Dabei muss der Mensch Schätzing zufolge aufpassen, dass diese "Wunder" nicht nach hinten losgehen: "Sie (die KI) kann uns das Paradies bereiten oder uns alle abmurksen, aber sie meint es nicht böse."

Was von uns bleibt

Schätzing zufolge werden KI-Maschinen irgendwann Körper haben, die "unseren an Sensitivität in nichts nachstehen" - und Bewusstsein entwickeln. Dann werde sich die Frage stellen, was eigentlich vom Menschen noch bleibt - was der Mensch noch wert sei in einer Welt, in der Maschinen alles besser können als er selbst: "Wenn wir tatsächlich irgendwann von dienstbaren Geistern umgeben sind, die uns alle Arbeit abnehmen, was bleibt eigentlich noch zu tun?" (ahe)

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