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Kompressor | Beitrag vom 13.11.2014

Frage des TagesWarum bekennen sich online so viele zu ihrer Depression?

Unter dem Hashtag #notjustsad äußern sich Menschen anonym über ihre Krankheit

Moderation: Christine Watty

Eine verzweifelte junge Frau hockt auf einem Bett. Im Vordergrund: Tabletten.  (picture-alliance/ dpa - Maxppp Bertrand Bechard)
Eine verzweifelte junge Frau hockt auf einem Bett. (picture-alliance/ dpa - Maxppp Bertrand Bechard)

Auf Twitter teilen Menschen, die Depressionen haben, unter dem Hashtag #notjustsad ihre Erfahrungen mit der Krankheit. Vor allem tauschen sie sich über den Umgang der Gesellschaft mit ihnen aus. Der Online-Journalist Dirk von Gehlen ordnet das Phänomen ein.

Twitter hat seit ein paar Tagen ein neues "trending topic". Wer den Hashtag #notjustsad eingibt, stößt auf Tweets von depressiven Menschen, in denen diese berichten, was sie erleben.

Häufig hören sie etwa wohlmeinende, aber wenig hilfreiche Kommentare von anderen – etwa Sprüche wie "Kopf hoch, es wird schon wieder" oder "Du musst eben unter Leute kommen" oder "Wie, du hast Depressionen, dir geht es doch gut".

Solche Statements zeugen von mangelnder Kenntnis und zeigen, dass sich viele Menschen sich auf die Kranken und deren Welt nicht einlassen wollen. Aber warum machen Depressive diese Reaktionen der Umwelt im Netz publik? Geht das dort vielleicht leichter als in der analogen Welt?

Darüber spricht Christine Watty mit Dirk von Gehlen, der für die Süddeutsche Zeitung über Internetphänomene bloggt

Mehr zum Thema:

Fünfter Todestag von Robert Enke - Depression: Häufig und gefährlich
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 10.11.2014)

"Die Depressionszahlen steigen weltweit"
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 15.10.2010)

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