Frage des Tages

Lässt sich ein Happening beliebig oft wiederholen?

Udo Kittelmann, Direktor der Neuen Nationalgalerie, steht vor Allan Kaprows Installation "Fluids" vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin.
Udo Kittelmann, Direktor der Neuen Nationalgalerie, steht vor Allan Kaprows "Fluids" vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin. © dpa/picture alliance/Jörg Carstensen
Antje Majewski im Gespräch mit Stephan Karkowsky · 15.09.2015
Das Happening "Fluids" - aufeinandergestapelte schmelzende Eisblöcke - machte den US-amerikanischen Künstler Allan Kaprow 1967 international berühmt. Auf der Berlin Art Week wird "Fluids" nun reinszeniert. Über Happening-Wiederholungen sprechen wir mit der beteiligten Künstlerin Antje Majewski.
Er hat mehrere neun mal drei Meter hohe Eisblöcke mitten in Kalifornien platziert, um sie dann sich selbst zu überlassen. Mit dem Happening "Fluids" wurde Allan Kaprow vor knapp 50 Jahren international berühmt. Provoziert hat er damit nicht nur Fragen an Zeitlichkeit und Materialität von Kunst, sondern auch ein neues Verständnis von Kunst und der Einbindung des Publikums.
Auf der Berlin Art Week wird Kaprows "Fluids" am Dienstagabend reinszeniert und in den nächsten Tagen von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern in eigenen Reenactments "wieder erfunden". Für die Reinszenierung werden zwölfeinhalb Tonnen Eisblöcke auf der Terasse der Neuen Nationalgalerie zu einem Kubus gestapelt, der dann kunstvoll schmelzen darf.
Aber kann man ein Happening beliebig oft wiederholen? Wie verändert sich dabei das Verhältnis von Original und Zitat? Wir sprechen mit der Künstlerin Antje Majewski über ihre Interpretation von "Fluids" - die am Mittwoch in Moabit stattfinden und völlig ohne Eis auskommen wird.

Die Berlin Art Week dauert vom 15. bis 20. September 2015. Mehr Informationen auf der Webseite des Kunstevents.

Mehr zum Thema