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Kompressor | Beitrag vom 24.09.2014

Frage des TagesIst das der Ausverkauf der Idee vom öffentlichen Museum?

Kunstkritiker Rudolf Schmitz über den Umzug des Frankfurter Museums für Moderne Kunst in ein Privatgebäude

Moderation: Susanne Burg

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Die ersten Kunstwerke werden derzeit in den Räumen im Taunusturm installiert. Der langersehnte Erweiterungsbau als dritter Standort des Museums soll Mitte Oktober eröffnet werden.  (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Susanne Gaensheimer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK), steht am Eingangsschild vor der neuen Dependance des Hauses im Bankenviertel. (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Mitte Oktober eröffnet das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main eine Zweigstelle in den Räumen einer Immobilienfirma - ein bisher einmaliger Vorgang. Steht die Unabhängigkeit der Museen auf dem Spiel?

Die neue Zweigstelle wird mitten im Frankfurter Bankenviertel eröffnet, im Taunusturm. Laut Museumsdirektorin Susanne Gaensheimer fehlen dem Museum öffentliche Mittel. Entweder das Museum mache dicht oder lasse sich auf eine solche Public-Private-Partnership ein.

Der Partner, eine Immobilienfirma, werde sich Gaensheimer zufolge nicht einmischen. Das Museum darf die Räume zehn Jahre lang kostenfrei nutzen. Danach gibt es neue Verhandlungen. Wir fragen den Kunstkritiker Rudolf Schmitz, warum die Zusammenarbeit problematisch sein könnte und ob mit dem Umzug des MMK eine neue Ära in der jüngeren Museumsgeschichte beginnt. 

Mehr zum Thema:

Michael Eissenhauer: Museen sind nicht in Gefahr
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 08.04.2009)

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