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Kompressor | Beitrag vom 23.03.2015

Frage des TagesBrauchen wir einen anderen Kunstunterricht?

Moderation: Stephan Karkowsky

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Kinder einer Frankfurter Grundschulklasse nehmen im Museum Städel in Frankfurt am Main (Hessen) an einer "Bildungswoche im Museum" teil. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)
Kinder einer Frankfurter Grundschulklasse bei einem Besuch im Städel-Museum (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Rembrandt, Monet, van Gogh? Nie gehört! Deutsche Schulkinder erproben im Kunstunterricht die eigene Kreativität, lernen aber kaum etwas über Kunstgeschichte. Das jedenfalls beklagt der Verband der Kunsthistoriker - und fordert eine Reform.

In unseren Schulen steht beim Kunstunterricht die eigene Kreativität im Vordergrund: basteln, malen, zeichnen, klecksen. Die Geschichte der Kunst werde hingegen so gut wie gar nicht unterrichtet, klagen Kunsthistoriker.

In unseren Nachbarländern sei das völlig anders, betont Barbara Welzel, Mitglied im Vorstand des Verbands deutscher Kunsthistoriker.

"Deutschland geht hier einen eigenen Weg, bei dem ein ganz großer Bereich auf der Strecke bleibt."

Damit meint Welzel nicht weniger als die Vermittlung des kulturellen Erbes und eine "systematische, der Aufklärung verpflichtete Bildkompetenz". Um diese zu gewährleisten, müssten Schulbürokratie, Lehrpläne und die Kunstlehrer-Ausbildung reformiert werden.

Mehr zum Thema:

Von der Muse ungeküsst
(Deutschlandradio Kultur, Politisches Feuilleton, 14.06.2006)

Fazit

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