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Kompressor | Beitrag vom 19.12.2014

Frage des Tages"Auuuuh" - wie kommt Pegida zu dem Schlachtruf der Spartaner?

Markus Dichmann im Gespräch mit Gesa Ufer

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Teilnehmer einer Kundgebung der Pegida beteiligen sich am 15.12. 2014 an einer Kundgebung in Dresden. (picture alliance / ZB)
Teilnehmer einer Kundgebung der Pegida beteiligen sich am 15.12. 2014 an einer Kundgebung in Dresden. (picture alliance / ZB)

Wenn die Pegida-Anhänger derzeit zu Tausenden durch Dresdens Innenstadt marschieren, dann hört man häufig eine Art Grunzen. Woher kommt dieser Laut?

Die Antwort lautet: Aus Zack Snyders Hollywood-Action-Spektakel "300". Darin wird - nur ansatzweise die historische Realität aufgreifend - die Geschichte der Schlacht an den Thermopylen aufgegriffen, in der die Spartaner gegen die Perser kämpften – und verloren. Die Schlacht bei Sparta wurde von den Nationalsozialisten immer wieder als Beispiel für einen Kampf bis zum Untergang benutzt, unter anderem um damit Stalingrad zu rechtfertigen.

Konkrete Vorlage für den Film ist jedoch eine Graphic Novel von Frank Miller, dem Meister des US-Comics. Der Comic ist spektakulär gemacht, verherrlicht jedoch das autoritäre, brutale, beinahe faschistische System der Spartiaten, dazu eine gute Dosis Homophobie.

Insgesamt also eine sehr ambivalente Symbolik, aus der sich der Schlachtruf mancher Pegida-Demonstranten speist. Mehr darüber weiß der Journalist Markus Dichmann, mit dem wir uns unterhalten haben.

Fazit

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