Seit 18:05 Uhr Feature

Samstag, 18.01.2020
 
Seit 18:05 Uhr Feature

Kompressor | Beitrag vom 03.01.2017

FotografieWie das Smartphone unsere Bilderwelt verändert

Gunnar Schmidt im Gespräch mit Christine Watty

Podcast abonnieren
Zwei Mitarbeiterinnen von Madame Tussauds machen am 20.8.2014 bei einem Fototermin im Londoner Regent's Park ein Selfie mit der Wachsfigur der US-Sängerin Beyoncé. (picture-alliance / dpa / Facundo Arrizabalaga)
Zwei Mitarbeiterinnen von Madame Tussauds machen im Londoner Regent's Park ein Selfie mit der Wachsfigur der US-Sängerin Beyoncé. (picture-alliance / dpa / Facundo Arrizabalaga)

Man hat es immer dabei und kann es leicht bedienen: So hat das Smartphone auch die Fotografie revolutioniert. Dass jeder die gemachten Bilder im Handumdrehen in Soziale Medien hochladen kann, hat Folgen für die Arbeit der Profifotografen.

Mit dem Smartphone kann auf einmal jeder immer überall Fotos machen und sie veröffentlichen. Wie verändert das unsere Bilderwelt? Gunnar Schmidt forscht zu intermedialer Kultur und beobachtet eine Aufwertung des Visuellen und eine Ästhetisierung des Alltags durch und in der Smartphone-Fotografie.

Die Möglichkeiten von Social Media bedeuten für Laien eine große Chance, werden aber zum Problem für die Profis: Der professionelle Foto-Markt geht kaputt. Was früher Aufgabe der künstlerischen Avantgarde war, machen heute die Massen.

Eigentlich sind wir sogar alle Avantgardisten, sagt Gunnar Schmidt im Interview. Wir inszenieren uns und unseren Alltag mit den Fotos, die wir in den Sozialen Netzwerken teilen, selbst und machen daraus Kunst. Historisch habe auch die moderne Kunst seit dem 19. Jahrhundert nichts anderes gemacht als mehr und mehr Alltagsgegenstände für Kunstwerke zu erklären.

Fazit

Castorf-Inszenierung in KölnDas amoralische Bürgertum
Die drei Schauspieler Peter Miklusz, Bruno Cathomas, Lilith Stangenberg (Thomas Aurin)

Aus vier Stücken und einem Roman von Carl Sternheim mixt Frank Castorf einen langen Theaterabend. Was vor hundert Jahren funktionierte, gelingt heute immer noch: Unser Kritiker fand in der rund sechsstündigen Aufführung "großartige Momente".Mehr

Kunstraub in GothaDie Gemälde sind echt, aber...
Das barocke Schloss Friedenstein in Gotha vor blauem Himmel. (picture alliance/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa)

Die im größten Kunstkrimi der DDR gestohlenen Gemälde tauchten nach 40 Jahren wieder auf. Jetzt wurden sie wissenschaftlich untersucht. Kunstmarktexperte Stefan Koldehoff erklärt, warum die Ergebnisse der Untersuchung nicht nur erfreulich sind.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur