Foto von 1933 klärt Raubkunst-Verdacht in Nationalmuseum

Ein Raubkunst-Verdacht im Nationalmuseum in München konnte geklärt werden - dank eines 100 Jahre alten Fotos. Es handelt sich um zwei Reliefs aus dem späten 15. Jahrhundert aus dem Besitz des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt. Den Beweis dafür liefert ein Foto aus seiner Stadtvilla im exklusiven Berliner Tiergartenviertel. In einem üppig-eleganten Salon hängen die beiden Reliefs über einer Anrichte. In den 1930er Jahren musste Goldschmidt seine Kunstsammlung versteigern lassen. Darunter waren Werke berühmter Künstler wie Paul Cézanne, Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und die beiden Reliefs. Der Käufer hätte sie ohne die nationalsozialistische Verfolgung Goldschmidts nicht erwerben können, befand das Nationalmuseum. Seine Erben haben mittlerweile einige geraubte Werke zurückerhalten, darunter zwei Skulpturen des Bayerischen Nationalmuseums und ein Gemälde aus den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die Staatlichen Museen zu Berlin restituierten nach Angaben der SPK eine Holzfigur, die Albrecht Dürer zugeschrieben wird.