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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 06.03.2020

Forum FrauenkircheKein Ruhekissen – Demokratie macht Arbeit

Moderation: Alexandra Gerlach

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Aufnahme vom Plenarsaal des Bundestags. (picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa)
Demokratie ist harte Arbeit, auch im Bundestag. (picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa)

"Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen", hat der britische Staatsmann Winston Churchill gesagt. Tatsächlich aber zeigt die Erfahrung, dass Demokratie oft mühsam ist.

Einfach ist der Alltag in einer Demokratie nicht: Streit gehört dazu, Kompromisse sind notwendig, Toleranz erforderlich. Und ohne Einsatz der Bürgerinnen und Bürger für ihre Gesellschaft kommt Demokratie schnell an ihre Grenzen. Gemeinsinn, Engagement und die Bereitschaft, andere Meinungen gelten zu lassen, sind notwendige Tugenden.

Das wirft im Jahr 2020 viele Fragen auf: Setzen wir uns genug für unsere Gesellschaft ein oder ziehen wir uns zu sehr ins Private zurück? Gefährdet zu viel Individualismus das Gemeinwesen? Sind wir noch in der Lage, Kompromisse zu akzeptieren? Am Ende steht die sehr grundsätzliche Frage, in welchem Land wir eigentlich leben wollen.

Darüber und über viele weitere Fragen diskutieren:

Claudine Nierth, Bundesvorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V.
Joanna Maria Kesicka, Vorsitzende des LandesSchülerRat Sachsen
Prof. Gert Pickel, Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig

Moderation: Alexandra Gerlach

Die Podiumsdiskussion hat am 5. März 2020 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Frauenkirche" in der Dresdner Frauenkirche stattgefunden, in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und Sächsischer Zeitung.

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